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Moers
Poet fordert zur Dichter-Schlacht heraus

Moers: Poet fordert zur Dichter-Schlacht heraus
Markim Pause moderiert den Poetry Slam im Bollwerk 107. Der Wettstreit der Poeten eröffnet besonders Nachwuchskünstlern die Chance, ihre Texte vor Publikum zu präsentieren. Jeder Poet hat sechs Minuten Zeit, um das Publikum mit seinem selbst verfassten Text ohne Hilfsmittel zu überzeugen. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Das Jugendkulturzentrum Bollwerk in Moers widmet dem Wort eine neue Veranstaltungsreihe mit drei verschiedenen Formaten: einer Sprachwerkstatt, einem Poetry Slam sowie einem Song Slam. Los geht es am 1. April. Von Anja Katzke

Viele Bollwerk-Besucher haben sie vermisst: Bis 2013 veranstaltete das Jugendkulturzentrum regelmäßig Poetry Slams. "Mit unserem Umzug in das neue Gebäude ist das Veranstaltungsformat ein bisschen untergegangen", sagt Referent Gregor Polzin. Das wird sich schon bald ändern: Am 1. April startet das Jugendkulturzentrum eine Veranstaltungsreihe, die nicht nur regelmäßig die Bollwerk-Kneipenkultur bereichern soll, sondern den Fokus auf das gesprochene und geschriebene Wort legt. Unterstützung erhält die Einrichtung vom Düsseldorfer Team Poesie-Schlacht, das die Abende organisieren und moderieren wird. "Der Poetry Slam hat sich als moderne Volkskultur etabliert, die jedes Alter fasziniert und anspricht", weiß Markim Pause. Er wird die Dichter-Schlacht am Freitag, 1. April, moderieren.

Der Wettstreit der Poeten eröffnet besonders Nachwuchskünstlern die Chance, ihre Texte vor Publikum zu präsentieren. "Sie würden ja sonst nur für die Schublade schreiben", sagt Pause. Im Poetry Slam gibt es nur wenige Regeln: Jeder Poet hat sechs Minuten Zeit, um das Publikum mit seinem selbst verfassten Text ohne Hilfsmittel zu überzeugen. Es können Geschichten und Gedichte sein und Themen, die frei improvisiert werden. Die Zuschauer küren den Sieger. "Das Publikum reagiert immer positiv", berichtet Markim Pause, der als freier Autor und Conférencier arbeitet und in Viersen lebt. Er ist Moderator zahlreicher Poetry Slams in der Region.

Das Veranstaltungsformat ist mit einem weiteren Projekt am Bollwerk verknüpft: dem "Sprachwerk". Dieses richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene. Sie erhalten die Möglichkeit, an sechs Samstagen die Grundlagen des literarischen Schreibens zu erlernen. Dort wird vermittelt, wie man Themen für eine Geschichte findet, Ideen kreativ vermittelt und aufschreibt. Die Termine sind am 16., 23. und 30. April, am 21. Mai, am 4. sowie 18. Juni. Anmeldungen sind an das Moerser Jugendkulturzentrum zu richten. Die E-Mail-Adresse lautet gregor.polzin@bollwerk107.de.

Ein Ableger des Poetry Slams startet am Freitag, 5. Juni, im Bollwerk 107 und nennt sich Song Slam. Das Publikum erlebt dann in der Kneipe ein gemütliches Wohnzimmerkonzert, bei dem junge Singer/Songwriter den Wettstreit um die Gunst des Publikums wagen. Die Regeln folgen der Tradition des Poetry Slams: Jeder Musiker versucht, mit selbst geschriebenen Liedern in begrenzter Zeit die Herzen des Publikums zu erobern. Eine Zuhörer-Jury vergibt Noten für jeden Auftritt und stellt sich so über mehrere Runden ihr Lieblingskonzert. Moderatoren sind Christine Brinkmann und Helge Goldschläger, die schon in Düsseldorf das Publikum mit diesem Format überzeugt haben. Beide gehören zum Team Poesie-Schlacht von Markim Pause. "Es handelt sich um ein erfolgreiches Format, das sehr gut funktioniert und Nachwuchskünstlern die Chance gibt, ihre Musik auf der Bühne zu performen", betont Pause. Helge Goldschläger ist professioneller Slam Poet und hat bereits mehrere Slams gewonnen. Christine Brinkmann ist Kulturplanerin aus Düsseldorf. Neben der Literaturplanung im Kulturzentrum Zakk leitet sie Schreibwerkstätten, arbeitet beim Bücherbummel auf der Kö und bei den Düsseldorfer Literaturtagen mit. Sowohl am Poetry Slam als auch am Song Slam kann jeder teilnehmen. Es gibt keine Altersbegrenzung.

Quelle: RP
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