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Moers
Politik lehnt Zirkusse mit Wildtieren ab

Moers. Zirkusse, die Wildtiere halten und in der Manege vorführen, sollen künftig möglichst nicht in Moers gastieren. Die Stadt solle ihnen, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, keine in ihrer Hand befindlichen Flächen überlassen. Dafür haben sich gestern die Mitglieder des Ausschusses für Bürgeranträge geschlossen ausgesprochen. Wie berichtet hatte sich ein Moerser mit einem entsprechenden Antrag an die Stadt gewandt. Die Stadtverwaltung machte auf eine rechtlich unsichere Lage aufmerksam. Nach einem Gerichtsurteil stelle ein solches Verbot seitens einer Kommune einen Verstoß gegen die Freiheit der Berufsausübung dar.

Dennoch sprach Elisabeth Hanke-Beerens (Grüne) gestern von einem "ausgesprochen richtigen Antrag", und Vertreter der anderen Fraktionen äußerten sich ähnlich. 45 Kommunen hätten, so Hanke-Beerens, inzwischen ähnliche Beschlüsse gefasst. Aus den Reihen der CDU gab es Stimmen, eine Entscheidung bis zur Klärung der Rechtslage durch eine Gericht - ein Verfahren sei derzeit anhängig - zu verschieben. Der Ausschussvorsitzende Claus Peter Küster (Grafschafter) betonte in diesem Zusammenhang, dass die Stadt durch den Beschluss in keinen kostenpflichtigen Rechtsstreit geraten dürfe. Man kam überein, den Bürgerantrag an den Rat weiterzuleiten.

Wie die Verwaltung in ihrer Stellungnahme ausführte, könnten Zirkusse ein "Verbot" seitens der Stadt allerdings umgehen, indem sie auf privaten Flächen gastieren.

(pogo)
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