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Rheurdt
Polizei fahndet weiter nach Schützen

Rheurdt: Polizei fahndet weiter nach Schützen
Ein Polizeiwagen vor dem Haus in der Bahnstraße. FOTO: ock
Rheurdt. Die Schüsse auf ein Wohnhaus in der Rheurdter Bahnstraße bleiben weiter rätselhaft. Wie die Staatsanwaltschaft Kleve gestern mitteilte, liefen die Ermittlungen weiterhin auf Hochtouren. Nähere Details wollte die Behörde nicht mitteilen.

Wie berichtet, war auf das Haus, das einem Unternehmer gehört, dessen Firmenzentrale in Kamp-Lintfort liegt, mehrfach aus einer Waffe des Kalibers neun Millimeter geschossen worden. Verletzt wurde bei dem Anschlag niemand. Nach dem Vorfall war das Haus unter Polizeischutz gestellt worden.

Im Laufe der Ermittlungen hatte die Klever Staatsanwaltschaft Kontakt zur Wirtschaftsstaatsanwaltschaft Düsseldorf aufgenommen. Dort läuft schon seit mehreren Jahren ein großes Verfahren gegen die sogenannte Fleischmafia. Dabei geht es um Steuerhinterziehung in Millionenhöhe und illegale Leiharbeiterüberlassung von meist aus Südosteuropa stammenden Arbeitskräften. Im Zuge dieses Verfahrens war auch die Villa in der Bahnstraße durchsucht worden. Bisher haben die sichergestellten Beweismittel aber nicht für eine Anklage gereicht.

Im Laufe ihrer Ermittlungen erfuhr die Düsseldorfer Behörde von Drohungen gegen Zeugen. Offenbar ging es dabei schon handfest zur Sache. "Im Münsterland ist ein Auto sogar mal im Graben gelandet", berichtet ein Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft.

In einem WDR-Film hatte vor zwei Jahren ein rumänischer Sub-Unternehmer, der sich offenbar geprellt fühlte, Vorwürfe gegen den Inhaber des Kamp-Lintforter Unternehmens erhoben.

(ock)
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