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Moers
Polizei ist elf Mal erfolgreich

Moers. Gestern hat die Polizei in Wesel Bilanz über einen der größten Einsätze in ihrer Geschichte gezogen. Einen ganzen Tag lang hatten hunderte Beamte kreisweit verdächtige Fahrzeuge kontrolliert. Die Polizei war auf der Suche nach Einbrecherbanden, die seit Jahresbeginn vermehrt Häuser und Wohnungen heimsuchen. So stieg allein in Moers die Zahl der Einbrüche in den ersten neun Monaten dieses Jahres von 318 auf 415 Fälle. Kreisweit betrug der Anstieg immerhin noch 15 Prozent.

Gemessen daran nimmt sich die Erfolgsbilanz eher bescheiden aus. Insgesamt überprüfte die Polizei 2617 Fahrzeuge, in denen 2730 Personen unterwegs waren. In 364 Fällen durchsuchten die Polizistinnen und Polizisten Autos und Lieferwagen, bei denen sie in elf Fällen neben möglichem Diebesgut auch Rauschgift sicherstellten. Weiterhin konnten sieben Verdächtige festgenommen werden - gegen zwei von ihnen bestanden Haftbefehle. Einer der Verdächtigen ging der Polizei ins Moers ins Netz.

Doch Zahlen allein, so ein Sprecher der Kreispolizeibehörde, würden dem Anliegen der aufwendigen Aktion nicht gerecht: "Wir wollten den Tätern signalisieren, dass wir da sind. Außerdem sollte das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung gestärkt werden. Das allerdings gelang wohl nur teilweise. Da an allen Kontrollen mindestens ein Polizist mit Maschinenpistole präsent war, glaubten viele Bürger an einen Anti-Terroreinsatz. Doch mit den aktuellen Geschehnissen in Paris habe die Bewaffnung nichts zu tun. "Das ist Standard bei derartigen Einsätzen". hieß es aus Wesel.

Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Arnold Plickert, begrüßte die Aktion: "Auch wenn die Schwerpunktkontrollen vielleicht nicht das gebracht haben, was man erhofft hatte, lassen sich so doch Erkenntnisse gewinnen."

(ock)
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