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Rathaus in Moers
Polizistenhochzeit - Parkaffäre hat ein Nachspiel

Polizistenhochzeit in Moers: Parkaffäre hat ein Nachspiel
Die Wagen der Hochzeitsgesellschaft standen am Donnerstag im eingeschränkten Halteverbot. FOTO: Sebastian Peters
Moers. Sechs Polizeiwagen hatten am Donnerstag während der Hochzeit eines Polizisten im Halteverbot gestanden. Der Vorfall wurde bei der Polizei am Freitag intern geklärt. Von Sebastian Peters

Die Duisburger Polizeipräsidentin Elke Bartels hat nach dem Wirbel um die "Parkaffäre" in Moers Freitag intern durchgegriffen. Das hat ein Duisburger Polizeisprecher auf Anfrage Freitag bestätigt. "Damit hat sich das Thema für uns erledigt", sagte der Sprecher. Am Donnerstag hatten sechs Polizeiwagen auf der Unterwallstraße in der Moerser Innenstadt im Halteverbot geparkt. Eine Polizei-Hundertschaft war aus Duisburg nach Moers gekommen, um für die Hochzeit eines Kollegen Spalier im Moerser Rathaus zu stehen. Verschiedene Passanten beobachteten die ungewöhnliche Szenerie und zeigten sich erstaunt. Manche glaubten an einen Polizeieinsatz im Standesamt.

Unsere Redaktion fragte bei der Polizei in Moers nach. Die hatte von dem Vorfall keine Kenntnis. Erst auf Umwegen kam heraus, dass es Kollegen aus Duisburg waren, die nach Moers gefahren waren. Der Leiter der Polizei-Hundertschaft musste ebenso wie sein Vorgesetzter, der Direktionsleiter, gestern bei Polizeipräsidentin Elke Bartels vorstellig werden. "Der Kollege hat um Entschuldigung gebeten", teilte der Polizeisprecher mit. Es sei nicht erlaubt, dass Polizisten während der Dienstzeit Hochzeiten besuchen, räumte er ein.

In den sozialen Netzwerken löste der Hochzeitsbesuch eine Debatte aus. Während manche den Polizeieinsatz kritisierten, zeigten andere Verständnis. Sie verwiesen auf die Risiken, die die Kollegen im Dienst auf sich nehmen. Eine Aktion wie das Spalierstehen bei der Hochzeit diene auch dem Zusammenhalt der Truppe.

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