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Moers
Prozess: Mann verprügelt Ex-Freundin

Moers. Wegen drei schwerer Raubtaten und gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen sollte sich ein Mann aus Moers vor der großen Strafkammer verantworten. Am Ende eines langen Verhandlungstages wurde der 26-Jährige lediglich wegen vorsätzlicher Körperverletzung in zwei Fällen verurteilt.

Wegen der Taten zu Lasten seiner Ex-Freundin wurde eine Freiheitsstrafe von fünf Monaten zur Bewährung ausgesetzt. Außerdem muss der Moerser der Frau 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Weil er offensichtlich ein Problem hat, seine Wut unter Kontrolle zu bringen, muss er ein Anti-Aggressionstraining absolvieren.

Im August vergangenen Jahres war der Angeklagte mit seiner damaligen Freundin bei einem Festival in Duisburg und hatte die Frau auf dem Heimweg nach eigenen Angaben zu Boden geworfen. Die Frau hatte den Angriff in der Nacht und einen weiteren am Folgetag weitaus drastischer geschildert. Multiple Prellungen, Hämatome am Hals und eine Fraktur in der Hand ließen darauf schließen, dass der 26-Jährige tatsächlich brutal vorgegangen war. "Ich war halt scheiße drauf!", kommentierte er die Taten. Allerdings habe er es nicht gemacht, weil er an ihr Geld wollte, sondern weil sie ihm auf die Nerven ging. Danach habe man sich wieder vertragen.

Ein Vorwurf des grundlosen Angriffs mit einem Vierkantholz, bei dem ein weiterer Bekannter des Angeklagten eine Nasenbeinfraktur davontrug, bestätigte sich nicht.

(bil)
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