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Neukirchen-Vluyn
Raus aus der "Bruchbude"

Neukirchen-Vluyn. Bürgermeister Harald Lenßen, Wehrleiter Lutz Reimann sowie die Beigeordneten Ralf Eccarius und Paul-Georg Fritz erläuterten, warum die Tersteegenstraße erste Wahl für das Domizil für Feuerwehr und Baubetriebshof ist. Von Ulrich Joppich

Als sachorientiert und produktiv bezeichneten Bürgermeister Harald Lenßen und Wehrleiter Lutz Reimann gestern die Gespräche am Runden Tisch mit den Anwohnern, die sich gegen den Kombistandort Tersteegenstraße für Feuerwehrgerätehaus Vluyn und den Baubetriebshof wehren. Kritik sei von Seiten der Bürger lediglich darüber geäußert worden, dass man ihnen nicht ausreichend Redezeit eingeräumt habe. Das soll beim nächsten Treffen besser werden, versprach Lenßen.

"Äpfel mit Birnen verglichen"

"Wir suchen seit zehn Jahren dringend Abhilfe für den Standort Vluyn. Letztendlich hat sich der Standort Tersteegenstraße als der geeigneteste herauskristallisiert", sagte Lutz Reimann. Die Mitglieder der Feuerwehr seien erschüttert darüber, dass nicht nur der Standort für den Baubetriebshof in Frage gestellt werde, sondern jetzt auch für das Feuerwehrgerätehaus. "Die Feuerwehrkameraden fühlen sich in ihrem ehrenamtlichen Engagement mit Füßen getreten", sagte der Wehrführer.

Wenn man beim Ortstermin in Moers die Baukosten für das Gerätehaus der Löschzüge Stadtmitte und Asberg zum Vergleich heranziehe, dann vergleiche man Äpfel mit Birnen. "In Vluyn sollen zentral das große Schlauchlager, die Kleiderkammer und die Räume für die Jugendfeuerwehr untergebracht werden, in Moers ist alles am Jostenhof versammelt. Diese Möglichkeiten schaffen wir jetzt in Vluyn, die neuen anderen Gerätehäuser wurden entsprechend kleiner geplant und gebaut", betonte Reimann.

Der Erste Beigeordnete Ralf Eccarius kündigte an, dass sich die Kosten für das Kombi-Projekt mit Sicherheit noch deutlich reduzieren würden. Man habe in der Aufstellung für die Politik alles aufgelistet – inklusive Grunderwerb, Kanalerschließung, Haustechnik, Kanäle, Versorgungs-Stränge und dabei einen Baupreisindex von plus 17,4 Prozent eingerechnet, was aber in der Realität nicht zutreffe. Die bisherige Kalkulation enthalte alles, was schön und teuer sei. "Jetzt werden die Einsparmöglichkeiten bis ins Kleinste durchgerechnet. Dabei geht es dann auch um Dinge, die nicht sofort gebaut oder angeschafft werden müssen – unter anderem ein Übungsturm und ein Notstromaggregat", so Eccarius. Allein durch die betriebliche Synergie eines zentralen Baubetriebshofs würden jährlich 200 000 Euro eingespart. Kämmerer Paul-Georg Fritz betonte, dass das Kombiprojekt bereits im Haushalt 2007 eingeplant worden sei. Bis heute seien die Zahlen nicht nach oben korrigiert worden. Das spreche für eine vorsichtige und sichere Planung. Bürgermeister Harald Lenßen will im Ortseingangsbereich ein ansehnliches Gebäude haben. "Da kann man keine Schuhkartons hinstellen." www.rp-online.de/moers

Quelle: RP
 
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