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Moers
Repelener Kunst entdecken

Moers: Repelener Kunst entdecken
Im Atelier von Gabriele Lusch und Martin Epding (re.) können Kunstbegeisterte Bilder bewundern - und auch kaufen. FOTO: Dieker Klaus
Moers. Am Wochenende konnten Interessierte zum dritten Mal auf dem Kunstpfad lokale Künstler und ihre Werke entdecken. Eine Fortsetzung der erfolgreichen Aktion ist für das kommende Jahr schon geplant. Von Petra Riederer-Sitte

Zum dritten Mal in Folge öffneten am Wochenende Repelener Künstler ihre Arbeitsräume und Gärten für Interessierte und Kunstbegeisterte. In vier Ateliers stellten sieben Künstler Malerei, Kalligraphien, Objekte sowie Plastiken und Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien aus.

Jutta Vogelsberger präsentierte in ihrem Garten und Atelier Am Jungbornpark 189 Werke aus Eisen, Beton, Hartschaum und Glas. Ein Phatasieraum voller farbenprächtiger Fische, Vögel und "Weibsbilder". Seit 17 Jahren arbeitet die Künstlerin mit Glas und gestaltet ihre Objekte mit bunten Mosaiksteinen in allen Farben des Regenbogens. "Glas fasziniert mich", erzählt sie. "Das ist ein hervorragendes Material, diese Farbigkeit, diese Intensität, diese Leuchtkraft." Neben den dicklippigen Fischen mit Wimpern aus Gabelzinken werden vor allem die vollkurvigen Frauenfiguren bewundert und die großen Objekte wie der leuchtend rote "Feuervogel" und der "Komische Kauz". "Kann man das kaufen?", fragt eine Besucherin interessiert. Man kann - und viele nehmen die Möglichkeit wahr, ein Repelener Kunstwerk zu erstehen.

Der Kunstpfad Moers führt auch zum Atelier Jutta Vogelsberger, die hier links im Bild zu sehen ist. Eingebettet in die grüne Natur sind hier interessante Werke aus Glas, Eisen, Betonschaum und Hartschaum zu entdecken. FOTO: Klaus Dieker

Auch im Atelier Am Jungbornpark 204 schwenkt ein Kunstfreund stolz ein Blumenbild von Gabriele Lusch, das er gerade erworben hat. Gabriele Lusch teilt sich das Atelier mit Martin Epding, auf der rechten Seite des Raums hängen ihre Bilder. Sie sind durch die Natur inspiriert, zeigen eine klare Linie und lassen dennoch Freiraum für eigene Interpretationen. Lusch arbeitet gern mit verschiedenen Untergründen und mischt "Spachtel mit Kaffeesatz, mit Sand oder mit Marmormehl". Alles, was sie sieht, wird "vollgemalt", selbst Turnschuhe und Sparschweine. Auch Martin Epding "malt Blümchen, aber ganz anders". Er arbeitet mit der Airbrush-Pistole, oft in Verbindung mit anderen Techniken. So etwa beim seinem Selbstporträt, das er auf einem Airbrush-Hintergrund mit einem Finger gemalt hat. Das Verkaufspotenzial seiner Werke ist für ihn zweitrangig: "Ich habe so ein Motiv im Kopf und habe dann einfach Bock, das zu malen."

So vielfältig wie die Werke bei diesem Künstlerpaar zeigt sich auch das in der Felkestraße gelegene Atelier von Walter Braß und Anna Soremsky mit abstrakten Skulpturen aus Stahl, Stein, Beton, Draht und Ton. Schon die Titel wie "Warum ist der Fisch nicht blau?" oder "Fünf Tibetanische Mönche auf dem Weg zur Olympiade" lassen die Phantasie der Betrachter schweifen. Dazu klingt leise Gitarrenmusik, und eine kleine Sängergruppe singt "Dream a little dream..."

Ein Kunstparadies im Moerser Norden, in dem die Obstbäume in skurrilen Formen wachsen und selbst die Mülltonne wie ein Kunstobjekt wirkt. Bei Gerda Lipski und Alfons Thesing fesselt der Kontast zwischen beeindruckenden Skulpturen aus Holz, die Thesing mit der Kettensäge fertigt, und Gerda Lipskis Klappbildern in Acryl und Mischtechniken, die wie ein Rückblick in die Kindheit wirken. Im Vorgarten tummeln sich Holzhunde, und eine Pfahlgruppe "Holzhenge" lädt mit blauem Sitzpfahl zum Verweilen ein. Wer den Kunstpfad verpasst hat, darf sich auf die Fortsetzung im nächsten Sommer freuen.

Quelle: RP
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