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Moers
Repelens neuer Mann in Blau und Gelb

Moers: Repelens neuer Mann in Blau und Gelb
Der 26-jährige Moerser Marcel Borgolte ist "Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen" - auch bekannt als Briefträger. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Marcel Borgolte steht kurz vor dem Abschluss seiner zweijährigen Ausbildung zum Postboten. Nun hat er einen eigenen Zustellbezirk zugeteilt bekommen. Fünfmal pro Woche klappert er rund 1500 Haushalte im Moerser Norden ab. Von Markus Plüm

Es gibt Arbeitstage, da hat es Marcel Borgolte nicht leicht. Sein Arbeitsgerät muss per Muskelkraft bewegt werden und wiegt an manchen Tagen gut und gerne mehr als 50 Kilogramm. Wenn dann noch ein frischer Wind oder auch Regen hinzukommen, ist der 26-jährige Moerser nicht zu beneiden. Doch Borgolte würde all dies nicht auf sich nehmen, wenn er seinen Job nicht mögen würde.

Denn er ist Briefträger, oder wie es im IHK-Sprech offiziell heißt: "Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen". Der Moerser steht kurz vor dem Abschluss seiner zweijährigen Ausbildung und hat vor wenigen Wochen nun seinen eigenen Zustellbezirk zugeteilt bekommen.

Nun ist er fünfmal wöchentlich als Fahrrad-Zusteller in Moers-Repelen zwischen Stormstraße, Feldmannstraße und Am Meerholz unterwegs, um Briefe, Zeitungen und Wurfsendungen zu verteilen. "Meine Tour umfasst circa 1500 Haushalte. Ich habe schon ordentlich zu tun, weil sich die Straßen sehr ziehen und auch viele Fußwege und Mehrfamilienhäuser in meinem Bereich liegen", berichtet Borgolte.

Daher benötigt er auch eine entsprechende Vorbereitungszeit, um sich unnötige Wege mit dem Rad zu ersparen. Sein Arbeitstag beginnt um 5.30 Uhr mit dem Sortieren der Sendungen sowie dem Packen der Fahrradtaschen für den ersten Abschnitt seiner Route. "Die restliche Post wird zu den Verteilerkästen gebracht, unterwegs fülle ich meine Taschen dann wieder auf." Vier Stunden umfasst allein die Vorbereitungszeit, die Zustellung der Sendungen nimmt dann noch einmal so viel Zeit in Anspruch.

Im August 2013 begann seine Ausbildung. "Ich bin eher zufällig zu diesem Beruf gekommen. In meiner Schulzeit war ich mir nie sicher, was ich machen wollte. Irgendwann habe ich dann die Anzeige gesehen und mich einfach beworben", berichtet der 26-jährige.

Doch der Job bereite ihm so viel Freude, dass er für die restlichen sechs Monate nun die Möglichkeit wahrgenommen hat, einen eigenen Zustellbezirk zu betreuen: "Ich mag es, dass ich eigenverantwortlich arbeiten kann und während der Tour dann meine Ruhe habe. Zudem bin ich gerne an der frischen Luft unterwegs."

Zusätzlich zur eigentlichen Ausbildung müssten alle angehenden Postboten aber auch Gesundheitschecks durchlaufen, wie Britta Töllner, Pressesprecherin der Deutschen Post erläutert. "Die Kollegen werden auf Herz und Nieren geprüft, insbesondere wird Wert auf den Zustand des Rückens gelegt sowie die Haltung überprüft. Das ist das Kapital der Kollegen."

Zudem biete man seit einiger Zeit auch Hundetrainings an. "Rund 1700 Kollegen werden jährlich gebissen, daher veranstalten wir solche präventiven Kurse in Zusammenarbeit mit den Hundestaffeln der Polizei." Schlechte Erfahrungen mit Vierbeinern hat Borgolte auf seiner Route allerdings noch nicht gemacht. "Ich habe selber einen Hund, daher kann ich ganz gut einschätzen, wann ich lieber den Rückzug antreten sollte."

Auch mit seinen Kunden kommt der 26-jährige anscheinend prächtig zurecht. "Es gibt schon einige, die man öfter trifft und mit denen man sich dann auch einmal kurz unterhält. Ab und zu gibt es dann auch einmal etwas Schokolade. Bislang haben mich also noch keine Klagen erreicht."

Quelle: RP
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