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Vom Anlagemarkt
Retro-Schick reduziert das Risiko

Moers. In einer immer komplexeren Welt sehnen sich viele Menschen nach einfachen, überschaubaren Dingen. So erklärt sich beispielsweise der Trend zum Retro-Schick. Auch auf den Kapitalmärkten ist diese Entwicklung zu beobachten. In unsicheren Zeiten mit vermeintlich niedrigen Renditen hat der deutsche Anleger die Immobilie wieder entdeckt. Die eigenen vier Wände versprechen die Sicherheit fürs Alter und die aktuell niedrigen Kreditzinsen eine solide Finanzierungsmöglichkeit. Doch was passiert, wenn nach zehn Jahren die Zinsbindung des Darlehens ausläuft und ein deutlich höherer Anschlusszins das Projekt Eigenheim zum Alptraum werden lässt? Hier hilft die Rückbesinnung auf den guten, alten Bausparvertrag.

Die Sparform mit Retro-Schick reduziert das Risiko, sich mit seinem Traum von der Altersvorsorge aus Stein zu verrechnen. Mit Abschluss eines Bausparvertrages sichert man sich heute einen Festzins für morgen. Damit verliert ein Zukunftsszenario mit einem deutlich höheren Zinsniveau seinen Schrecken. In der Ansparphase, die meistens sechs bis acht Jahre dauert, wird Eigenkapital angespart, das von der Bausparkasse beispielsweise mit 0,25 Prozent jährlich verzinst wird. Dabei können die Sparraten flexibel erhöht werden, um die Zeit bis zur sogenannten Zuteilung zu verkürzen.

Das lässt sich übrigens auch durch außerordentliche Einzahlungen erreichen. Ist der Zeitpunkt der Zuteilung erreicht, kann der Bausparer seinen zinsgünstigen Kredit für die nächsten sieben bis zehn Jahre in Anspruch nehmen. Angenommen, in zehn Jahren läge der Hypothekenzins bei 4 Prozent. Wie schön, wenn der Bausparer einen Kreditzins von 2,3 Prozent für die Anschlussfinanzierung in Anspruch nehmen könnte. Satte 1,7 Prozent gespart. Sollten in zehn Jahren die Darlehenszinsen weiterhin niedrig sein, dann lässt sich der Bausparer das angesparte Kapital einfach zur Erfüllung eines anderen Wunsches auszahlen.

Quelle: RP
 
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