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Moers
Rheinkamp ist zweite Fairtrade School in Moers

Moers. Das Gymnasium Rheinkamp hat als zweite Moerser Schule nach dem Hermann-Gmeiner-Kolleg die Auszeichnung zur Fairtrade School erhalten. Annika Patz, Referentin bei Transfair, hat die Urkunde an die Verantwortlichen der Schule überreicht.

Damit ist das Gymnasium Rheinkamp bundesweit die 166. und in NRW die 65. Schule, die diesen Titel tragen darf. Aber was ist eigentlich eine Fairtrade School? Fünf Kriterien sind zu erfüllen: Zunächst muss sich ein Schulteam aus Schülern, Eltern und Lehrern bilden, das alle weiteren Aktivitäten an der Schule selbstständig durchführt. In Rheinkamp besteht das Team auf Schülerseite aus den "Fairteens", 14 Mädchen der achten und zehnten Jahrgangsstufen, das durch zwei Eltern, zwei Lehrer und Schulleiter Dirk Mennekes vervollständigt wird.

Im nächsten Schritt wird ein Fairtrade-Kompass erstellt, in dem sich das Team dazu verpflichtet, fair gehandelte Produkte, wo immer möglich, zur Verfügung zu stellen, das Thema "Fairer Handel" im Unterricht zu behandeln und mindestens einmal im Jahr eine spezielle Aktivität zum Fairen Handel durchzuführen. Durch diverse Aktivitäten wurden diese Kriterien am GREM mehr als erfüllt. Nach einer "Probierwoche" mit fair gehandeltem Kaffee, konnten die Fairteens das Kollegium überzeugen, in Zukunft die Pausen mit fair gehandeltem Kaffee zu genießen.

Auf dem alljährlichen Grillfest wurde Fairtrade-Limonade ausgeschenkt, am Valentinstag konnten fair gehandelte Rosen bei der SV gekauft und verschenkt werden, am Tag der offenen Tür wurde im "Green Room" Aufklärungsarbeit über fair gehandelte Produkte und Bioartikel geleistet und während eines fairen Frühstücks konnten sich die Fünftklässler informieren. Durch diese Aktionen ist auch das dritte Kriterium, dass mindestens zwei verschiedene faire Produkte angeboten werden, die für Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer zugänglich sind, erfüllt.

Die Erfüllung des vierten Kriteriums, in zwei verschiedenen Jahrgangsstufen das Thema im Unterricht zu behandeln, wird in den Fächern Erdkunde und Politik abgedeckt. Da auch in Zukunft zum jährlichen Schulfest und zum Tag der offenen Tür Aktionen zum Fairen Handel durchgeführt werden, ist auch das letzte Kriterium erfüllt.

Schulleiter Mennekes dankte den Fairteens für ihre Beharrlichkeit und ihr Durchhaltevermögen außerhalb der Unterrichtszeit das Projekt gestemmt zu haben. Eine Überprüfung, ob alle Kriterien erfüllt wurden und der Titel weiter geführt werden darf, findet übrigens alle zwei Jahre statt.

Quelle: RP
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