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Rheurdt
Rheudter Wehrleute bilden sich fort

Rheurdt. Eine Brandbekämpfung unter realen Bedingungen zu üben, ist nicht einfach. Aus diesem Grund gibt es seit 2002 die "Heißausbildung". Dabei werden in Übungsanlagen Brände durch Gas- oder Feststoffbefeuerung simuliert. Die Gemeinde Rheurdt übernimmt alle zwei Jahre die Ausbildungskosten für die beiden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr. Sechs Atemschutzgeräteträger des Löschzuges Rheurdt haben jetzt in ihrer Freizeit am Lehrgang der Berufsfeuerwehr Essen teilgenommen. Von Anika Floren

Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung ging es für die sechs Rheurdter in das "Brandobjekt", um sich an die Wärme zu gewöhnen. Mithilfe von brennendem Gas wurde der Raum erhitzt, in der Mitte entstanden Temperaturen bis 240 Grad. Die Ausbildung unter einsatzrealistischen Bedingungen ist das Ziel bei der Heißausbildung.

Bei einem anschließenden Strahlrohrtraining ging es um die Führung und die umfangreichen Möglichkeiten des Einsatzes eines Hohlstrahlrohrs. Außerdem wurden die Kenntnisse rund um das Vorgehen mit dem Schlauch, das "Schlauchmanagement", vertieft.

In der gasbefeuerten Anlage trainierten die Einsatzkräfte ihre Fertigkeiten für den Brandeinsatz unter realen Bedingungen. Die Trainer hatten sich dafür spezielle Szenarien ausgedacht: Brand in einer Küche mit Fritteuse, Zimmerbrand in einer Maisonettwohnung sowie Vollbrand in einer Maisonettwohnung mit Menschenrettung. Neben dem systematischen Absuchen von Räumen und Türöffnungsprozederen ging es auch darum, Rauchschichtungen richtig zu beurteilen und den Gefahren eines Flash-Overs (schlagartige Entwicklung eines Vollbrands) wirkungsvoll zu begegnen.

Um die Versorgung der sechs Geräteträger aus Rheurdt während der Ausbildung kümmerten sich drei weitere Kameraden des Löschzuges Rheurdt.

Quelle: RP
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