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Rheurdt
Rheurdt feiert Tag der Begegnung

Rheurdt. Flüchtlinge und Anwohner lernen sich rund um den Bahnhof besser kennen.

Das Gelände rund um den Rheurdter Bahnhof, Sitz des Awo-Ortsvereins, hat sich am Wochenende in eine große Festwiese verwandelt. Kinder spielten, in den aufgestellten Zelten saßen an langen Tischen die Erwachsenen. Den zweiten "kunterbunten Tag der Begegnung" verbuchten Dirk Ketelaers, Awo-Ortsvorsitzender, und das Team der Flüchtlingshelferunde um Barbara Langen als vollen Erfolg.

"Wir haben im letzten Jahr mit den Asylsuchenden und den Bürgerinnen und Bürgern spontan im Sommer ein Fest gefeiert, um uns besser kennenzulernen", erzählt Dirk Ketelaers. "Die Premiere ist uns gelungen. Jetzt feien wir wieder ein solch tolles Event. Ich sehe viele neue Gesichter."

Glück hatten die Ausrichter mit trockenem Wetter, eine gute Voraussetzung für das Fest der Begegnung. "Wichtig ist uns, dass die Menschen sich untereinander kennenlernen und sich die Kinder und Erwachsenen mit ihren neuen Erfahrungen austauschen. Bei uns funktioniert Integration, und sie wird bei uns so gelebt. Das macht uns einfach sehr viel Spaß", sagt der 38-Jährige. Dabei spielt das Bahnhofsgebäude eine zentrale Rolle.

Alle 14 Tage lädt der Awo-Ortsverein mit der Helferrunde zum Flüchtlingstreff ein. In den nahenden Ferien werden den Flüchtlingskindern Extra-Aktionen angeboten. Knapp 150 Asylbewerber leben in Rheurdt. Die meisten sind in Wohnungen untergebracht, die die Gemeinde zur Verfügung stellt. Familiäres Leben ist gegeben. "Wir erfahren von den Asylsuchenden, wo noch Hilfe benötigt wird, koordinieren mit ihnen gemeinsam Termine, begleiten sie und kümmern uns um alltägliche Sachen, wie auch ausreichende Bekleidung aus der Kleiderkammer für die Familie", beschreibt Barbara Langen die Aktivitäten des Rheurdter Helferteams.

Rund 25 Nationalitäten besuchten den "Tag der Begegnung", der im Rahmen der bundesweiten Awo-Aktionswochen ausgerichtet wurde. Einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen leisteten die Asylbewerber mit ihrem Mitbringbüffet selbst, das zu einer kulinarischen Weltreise einlud. Ein Gospelchor und eine Trommlergruppe aus Rheurdt sorgten für musikalische Unterhaltung. Ebenfalls sehenwert war ein Sketch, den junge unbegleitete Flüchtlinge aufführten.

(sabi)
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