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Kreis Wesel
Rheurdter wehrt sich gegen Wachtmeister

Kreis Wesel. Mann erhält drei Monaten auf Bewährung und 200 Sozialstunden. Er war vor Gericht handgreiflich geworden.

Vom Gerichtssaal sollte es für einen Mann aus Rheurdt direkt ins Gefängnis gehen. Als der Wachtmeister ihm die Handschellen anlegen wollte, setzte er sich allerdings zur Wehr. Jetzt wurde er zu weiteren drei Monaten Haft auf Bewährung sowie 200 Sozialstunden verurteilt. Der Mann hatte sich schon sofort nach der Tat bei den Wachtmeistern für sein Verhalten entschuldigt. Er sei wütend und aufgebracht gewesen, weil der Richter seiner Meinung nach schon zum zweiten Mal ein viel zu hartes Urteil gegen ihn verhängte. "Jedes mal bekomme ich eine höhere Strafe, als der Staatsanwalt verlangt hat", begründete er seine Wut auf den Richter. Noch bevor die Staatsanwältin den Haftbefehl ankündigen konnte, dass der Angeklagte umgehend ins Gefängnis gebracht wird, war der Angeklagte schon auf dem Weg zur Tür. Die Wachtmeister hielten ihn fest und wollten ihm Handschellen anlegen. Dagegen wehrte er sich.

Es tue ihm leid, dass die Wachtmeister von seinem Zorn getroffen wurden, beteuerte der Angeklagte nun in dem Verfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte und versuchter Körperverletzung. Das sei keinesfalls seine Absicht gewesen. Er sei laut und impulsiv gewesen, räumte er ein, habe aber nicht versucht, einem der Bediensteten eine Kopfnuss zu verpassen.

"Jetzt habe ich verstanden, dass ich mich zusammenreißen muss", sagte der 27-Jährige. Der Vorwurf der versuchten Körperverletzung wurde nach der Aussage des Angeklagten fallen gelassen.

(bil)
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