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Vom Anlagemarkt
Risiken nicht aus den Augen verlieren

Moers. Allen politischen Widrigkeiten zum Trotz, starteten die Aktienmärkte in das Jahr 2015 außerordentlich gut. Trotzdem scheuen viele Anleger mögliche Risiken und meiden "Aktien" bei der Geldanlage. Dabei gibt es neben den aktuell sicherlich üppigen Kursgewinnen einen weiteren, ganz elementaren Pluspunkt für die Aktie: die Dividende.

Rund 30 Milliarden Euro werden allein die Konzerne aus dem DAX in den kommenden Wochen an ihre Aktionäre ausschütten. Das Geld nehmen Investoren gerne mit - vor allem vor dem Hintergrund niedriger Zinsen. Während eine zehnjährige Bundesanleihe aktuell weniger als 0,2 Prozent Zinsen abwirft, liegt die durchschnittliche Dividendenrendite in Europa derzeit bei 3,2 Prozent. Gleichwohl sollten Investoren die Risiken nicht aus den Augen verlieren.

Ein unerwartet starker Anstieg des Ölpreises oder eine dramatische Verschärfung der Probleme in der Eurozonen-Peripherie im Allgemeinen und in Griechenland im Speziellen haben durchaus das Potenzial, die Kurse wieder einbrechen zu lassen. Moderne Fondskonzepte berücksichtigen genau das. So bieten beispielsweise Trendfolgemodelle quantitative Sicherheitsnetze. Ist der Markttrend positiv, partizipiert das Aktienportfolio voll von den Kursanstiegen. Liegt kein klarer Trend vor, dann wird Risiko reduziert - und im Falle eines Abwärtstrends greift ein Absicherungsmechanismus, so dass die Kursverluste so wenig wie möglich zum Tragen kommen.

Auf diese Weise lassen sich mit einer risikoreduzierten Variante die Vorteile der Aktienmärkte und die Dividendenstrategie verbinden, ohne dass die Anleger zu sehr ins Risiko gehen müssen. Unter dem Strich lassen sich damit nicht zwei, sondern drei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Gute Chancen auf Kursgewinne, regelmäßige Ausschüttungen und ein Sicherheitspolster für den Fall, dass es an den Märkten turbulent zugeht.

MARKUS HERMSEN, FINANZ- UND VERMÖGENSBETREUER BEI DER VOLKSBANK NIEDERRHEIN

Quelle: RP
 
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