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Moers/Baerl
Rodung: Baerler Busch gesperrt

Moers/Baerl. Das Waldstück südlich der Verbandsstraße ist zeitweise nicht zugänglich. Von Josef Pogorzalek

Statt rauschenden Windes und Vogelgezwitschers erfüllt ab heute das Surren von Motorsägen den Baerler Busch südlich der Verbandsstraße. Der Regionalverband Ruhgebiet (RVR) lässt Totholz entfernen: abgestorbene Äste, teils aber auch ganze Bäume, sofern sie nicht mehr standsicher sind und auf öffentliche Straßen und Wege zu kippen drohen. "Schöne alte Bäume versuchen wir allerdings möglichst zu erhalten", sagt Revierförster Christoph Beemelmanns.

Alle Wege in diesem Teil des Baerler Busches werden für die Dauer der Arbeiten gesperrt, auch die Orsoyer Allee, über die ein vielgenutzter Parkplatz im Wald zu erreichen ist. "Hier gibt es viele Spaziergänger, vor allem Leute, die mit Hunden unterwegs sind", sagt Beemelmanns. Er bittet um Verständnis für die Sperrungen. "Wir gehen davon aus, dass wir in zwei Tagen fertig sind." Spätestens am Freitag sollte der Wald für Spaziergänger, Jogger oder Walker wieder geöffnet sein.

Der RVR wird im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflicht aktiv. "Einmal im Jahr prüfen wir, wo Handlungsbedarf besteht", sagt Beemelmanns. Dazu nimmt er die Waldbestände des RVR in Augenschein, der insgesamt 2000 Hektar Waldfläche am Niederrhein bewirtschaftet. "Der Wald wird aufgewertet und deutlich sicherer", sagt der Förster über die anstehenden Arbeiten im Baerler Busch. Der ist aus Sicht des Fachmanns etwas Besonderes: "Es gibt hier acht bis neun Baumarten auf einer Fläche." Darunter Eiche, Roteiche, Bergahorn, Kiefer, Lärche, Akazie oder Vogelkirsche. Und weil es wenig Rehwild gebe, könnten sich Buchen und Ahorne natürlich vermehren. Andernorts fressen Rehe die jungen Pflanzen weg. An die Sicherungsmaßnahmen im Baeerler Busch wird sich von Oktober bis Dezember eine Durchforstung des Waldes anschließen. Kaminbesitzer dürfen sich freuen, denn es fällt viel Brennholz an, das Interessenten im Wald abholen können. Wer Brennholz kaufen möchte, darf sich ab Freitag an Forstwirtschaftsmeister Ulrich Gräfer wenden unter 0162 2466625 oder per E-Mail: graefer@rvr.online.de.

Quelle: RP
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