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Moers
Schaephuysener Bürger haben kühne Ideen

Moers. Bei einer Versammlung zur Dorfentwicklung war Kamp-Lintforts Bürgermeister Landscheidt zu Gast. Von Stefan Gilsbach

Bei einer Versammlung in der Gaststätte Winters haben Schaephuysener Bürger am Dienstagabend viele interessante Ideen vorgelegt, um die Ortschaft wieder nach vorne zu bringen. Der Saal war gerammelt voll, viele Menschen mussten stehen. Moderiert wurde der Abend unter dem Motto "Schopes 2025" durch Ralf Thier, den Vorsitzenden der Interessengemeinschaft der Vereine.

Gastredner war Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt. Er legte dar, wie die Stadt nach dem Ende des Bergbaus und der Schließung von "BenQ" sich aus dem Tief befreit hatte. Heute ist Kamp-Lintfort wieder obenauf: Hochschule, Logport, Bewerbung für die Landesgartenschau, um drei Stichworte zu nennen. Auch die Schaephuysener haben in den vergangenen Monaten ein Tief erlebt, als in kurzen Abständen das Aus der Schule, der Sparkassen- und der Volksbank-Filiale bekannt wurden.

Landscheidt gab unter anderem diese Tipps: "Qualifizierte, konsequente und langfristig angelegte Planung", "Nachhaltigkeit als Voraussetzung für Fördermittel", "Mut zu großen Plänen". Dass die Schaephuysener diesen Mut durchaus haben, bewies die anschließende Präsentation eines Arbeitskreises, der eine Fülle von Vorschlägen entwickelt hatte. Dabei hatten sich die Bürger auf die Stärken der Ortschaft besonnen, vor allem die landschaftliche Schönheit. Angedacht sind beispielsweise eine Fahrrad-Autobahn auf der ungenutzten Bahnstrecke, eine Höfe-Tour, ein Fitnesspfad, ein Wohnmobilpark, ein Bouleplatz, eine Kletterarena oder ein Waldwipfelpfad.

Was die Kiesgrube betrifft, so gibt es die Idee, dort einen Grillplatz zu errichten (illegal gegrillt wird dort ohnehin regelmäßig) oder eine Naturbühne zu schaffen, auf der etwa ein Musikfestival stattfinden könne. Ebenfalls genannt wurde die Anlage eines Inline- und BMX-Parkes sowie eines Camping- oder Reisemobilplatzes.

Neben diesen ausgreifenden Ideen ging es in dem Referat auch um grundlegende Themen wie die Verkehrsanbindung, die Entwicklung von Baugrundstücken und die demografische Entwicklung. Was die Zukunft des Schulgebäudes betrifft, wurde die Idee genannt, eine Jugendherberge dort einzurichten. Angedacht ist auch eine verstärkte Kooperation mit der Jugendbildungsstätte St. Michael auf dem Höhenzug.

Für den Rheurdter Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen war dieser Abend eine Art Aufbruchsignal. "Ich bin sehr beeindruckt von dem, was hier vorgetragen wurde", erklärte er nach der Präsentation der Vereine.

Quelle: RP
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