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Moers
Schroer: CAD-Ideenschmiede feiert Geburtstag

Moers: Schroer: CAD-Ideenschmiede feiert Geburtstag
Geschäftsführer Michael Schroer (hinten) betrachtet mit seinem Angestellten Fridtjof Schuchardt ein CAD Computermodell auf dem Bildschirm. FOTO: Christoph Reichwein
Moers. Pünktlich zum 30-jährigen Bestehen legt das Kapellener Unternehmen eine neue Software-Weiterentwicklung vor. Von Peter Gottschlich

Wird Apfel- oder Orangensaft in Kapellen bei der Tersteegen GmbH & Co. KG in Flaschen oder Kartons gefüllt, steckt ein anderes Unternehmen aus Kapellen dahinter. Es ist die CAD Schroer GmbH. Dieses Unternehmen entwickelt Software, mit deren Hilfe Maschinen und Industrieanlagen konstruiert werden, beispielsweise für die Lebensmittel- oder Getränkeindustrie. Pünktlich zum 30. Geburtstag präsentiert das Unternehmen, das neben der Wellpappenfabrik Peters an der Fritz-Peters-Straße liegt, eine weiterentwickelte Software, um auch auf dem Markt der Industrie 4.0 führend sein zu können: die Medusa-Software MPDS 4.

"Das Grundkonzept von Medusa ist technisch genial", schwärmt Michael Schroer als geschäftsführender Gesellschafter von dieser Software, die jetzt in der sechsten Version für die Konstruktionsabteilungen der großen Maschinen- und Anlagenbauer vorliegt, beispielsweise für die Anlagenplanung der Getriebefertigung bei Siemens in Bocholt oder die Anlagenplanung bei Sulzer in der Schweiz. "Medusa lässt sich unglaublich ausbauen und an besondere Gegebenheiten anpassen", sagt Schroer. Das war der Grund gewesen, 2001 diese Software von der amerikanischen Gesellschaft PTC zu erwerben. "Es war ein ordentlicher Schluck aus der Pulle", blickt Thomas Schubert zurück, der auch Geschäftsführer ist. "Aber wir haben das Potenzial erkannt, das in dieser Software steckt."

Bis 2001 war das Unternehmen nur ein Geschäftspartner von PTC gewesen. Als es die Softwarerechte kaufte, richtete es sich neu aus, übernahm den europäischen Medusa-Markt und arbeitete außerhalb Europas mit den PTC-Geschäftspartnern zusammen. 1986 hatte Schroer es als Einzelunternehmung mit der computerunterstützenden Konstruktion von Maschinen begonnen, worauf das Kürzel CAD (computer aided design) hinweist. "Wir haben den Schwerpunkt langsam vom Engineering auf die Softwareentwicklung verlagert", sagt Michael Schroer.

Seitdem arbeitet Schroer daran, das Produkt zu verbessern und anzupassen, das nach der griechischen Halbgöttin Medusa benannt ist. "Wie bei einem Rechner zuhause, ist die Software zu pflegen und zu aktualisieren", sagt Fridtjof Schuchardt, einer von 50 Mitarbeitern. "Dazu sind die Mitarbeiter bei den Unternehmen zu schulen, die Medusa einsetzen. Natürlich gibt es auch eine Hotline, um Probleme sofort zu beheben." Schuchardt ist über die Atmosphäre glücklich, die im Kapellener Unternehmen herrsche. "Es ist sehr familiär hier", sagt er. "Hier kann ich kreativ sein." Er hat bei Schroer eine Lehre als Fachinformatiker gemacht, um dann dort Software zu entwickeln. Andere lernen Schroer als Werkstudenten kennen, um später dort anzufangen. "Wir arbeiten eng mit der Universität in Duisburg und der Hochschule in Kamp-Lintfort zusammen", sagt Michael Schroer.

Quelle: RP
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