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Moers
Schüler erstellen Studie für die Stadt

Moers: Schüler erstellen Studie für die Stadt
Schulleiter Arndt van Huet freut sich über den Start des neuen Projekts GFB21. Zur Eröffnungsfeier waren Schüler, Lehrer, Politiker und Sponsoren in das Rathaus gekommen. FOTO: Klaus Dieker
Moers. Ein Bildungsprojekt am Gymnasium in den Filder Benden startet mit einer Studie über die Moerser Grünflächen. Von Tanja Karrasch

Eigenständig und anwendungsorientiert sollen Oberstufenschüler des Gymnasiums in den Filder Benden echte Projekte übernehmen. Das steckt hinter dem Bildungsprojekt GFB21, das am Donnerstag mit einer Eröffnungsfeier im Rathaus startete. "Wir freuen uns sehr, dass da Bildungsprojekt jetzt endlich losgeht", sagte Schulleiter Arndt van Heut. Durch das Projekt an der Schnittstelle von Universität, Schule und Unternehmen sollen besonders begabte Schüler gefördert werden.

Die ersten beiden Projekte der auf lange Sicht angelegten Schulinitiative stehen bereits fest: Ab sofort wird die Projektgruppe im Auftrag von Bürgermeister Christoph Fleischhauer die Grünflächen der Stadt Moers, genauer den Schlosspark und den Freizeitpark in Kapellen, unter die Lupe nehmen. "Politik auf kommunaler Ebene - Entwicklung einer Nutzungsordnung für die Parkflächen der Stadt Moers" ist der Name des Projekts, das acht Monate laufen soll.

Am Ende des Schuljahres will die Projektgruppe eine Beschlussvorgabe für den Rat der Stadt Moers erstellen. Dr. Kristina Weissenbach von der NRW School of Governance begleitet das Projekt. "Wir werden lernen, wie man empirische Untersuchungen erstellt", so Weissenbach. In einem fünfstündigen Auftaktseminar am Montag hatte die Projektgruppe bereits gründlich recherchiert, wer die Moerser Grünflächen nutzt und wofür. Auch ein Ausflug an die Universität Duisburg-Essen ist geplant.

Das Thema sei nicht risikobehaftet, betreffe aber jeden, sagte Bürgermeister Christoph Fleischhauer bei der Eröffnungsfeier. Er sei neugierig auf die Ideen und habe hohe Erwartungen an die Ergebnisse. Durch die Arbeit der Schüler werde "die Politik so schön entlastet". Ein weiteres Projekt läuft in Zusammenarbeit mit der Edeka Rhein-Ruhr an. Im kommenden Schuljahr werden Schüler dann die Arbeitgeberattraktivität des Unternehmens erforschen und sich mit dem Thema "employer branding" auseinandersetzen. Dabei hofft die Edeka unter den Projektteilnehmer eventuell auch Nachwuchsunternehmer zu entdecken.

Schirmherrin Kerstin Radomski die selbst Lehrerin war, bevor sie Bundestagsabgeordnete wurde, gab den Schülern ein Zitat von Oscar Wilde mit auf den Weg: "Bildung ist etwas Wunderbares. Doch sollte man sich von Zeit zu Zeit daran erinnern, dass wirklich Wissenswertes nicht gelehrt werden kann." Durch die Projekte könnten die Schüler ihre eigenen Stärken und Schwächen herausfinden und am Ende genauer wissen, in welche Richtung es nach dem Schulabschluss beruflich gehen soll, so Radomski.

Quelle: RP
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