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Moers/Düsseldorf
Schülerinnen besuchen das Schulministerium

Moers/Düsseldorf. Im Rahmen des Girls' Days fahren Mädchen der Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp nach Düsseldorf.

"Frauen in Führung erleben" - unter diesem Motto öffnete das Schulministerium aus Anlass des diesjährigen Girls' Days seine Türen für junge Frauen. Neun Oberstufenschülerinnen der Anne-Frank-Gesamtschule Rheinkamp in Moers sowie des Gymnasiums Wülfrath begleiteten Schulministerin Sylvia Löhrmann und Mitarbeiterinnen des Ministeriums in Führungspositionen bei ihrer Arbeit.

Schulministerin Sylvia Löhrmann begrüßte die Schülerinnen und betonte: "Mit unserer Einladung zum Girls' Day wollen wir die jungen Frauen motivieren und bestärken. Zwar erreichen mehr Mädchen als Jungen höhere Abschlüsse, aber dies spiegelt sich in der Arbeitswelt in vielen Bereichen noch nicht wider. Wir möchten Mädchen und junge Frauen ermutigen, an ihre guten Schulerfolge anzuknüpfen und etwas daraus zu machen." Die Hürden zu beseitigen, auf die Frauen mitunter stoßen, sei eine Aufgabe für die Zukunft, so die Ministerin. "Wir brauchen mehr weibliche Führungskräfte, weil wir es uns sich nicht leisten können, Potenziale zu verschenken und auf die Kompetenz und Klugheit von Frauen zu verzichten."

Die Schülerinnen begleiteten und beobachteten die weiblichen Führungskräfte des Ministeriums an ihrem Arbeitstag und befragten sie zu ihrem beruflichen Werdegang. Daneben gewannen sie Einblicke in die täglichen Arbeitsabläufe in einem Ministerium und erfuhren, mit welchen aktuellen Themen, Projekten und Vorhaben die Mitarbeiterinnen befasst sind. Sie erlebten auch, wie sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf konkret gestalten lässt. Zwei der Schülerinnen begleiteten die Ministerin und ihre Mitarbeiterinnen zu einer Plenarsitzung in den Landtag.

Zum Abschluss des Tages fassten die Schülerinnen ihre persönlichen Eindrücke vom Girls' Day zusammen und tauschten sich über ihre Erfahrungen und eigenen beruflichen Visionen aus. Im Schulministerium selbst hat sich der Anteil von Frauen mit leitenden Aufgaben in den letzten Jahren merklich erhöht: Waren im Jahr 2010 etwa ein Viertel der Frauen in Führungspositionen tätig, sind es inzwischen 45 Prozent. Eine Motivation für so manche junge Frau könne auch sein, dass in Nordrhein-Westfalen die höchsten Positionen im Land von Frauen besetzt sind: die Position der Ministerpräsidentin, der stellvertretenden Ministerpräsidentin, der Landtagspräsidentin, der Präsidentin des Oberverwaltungsgerichts (und gleichzeitig Verfassungsgerichtshofs) sowie des Landesrechnungshofes.

Quelle: RP
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