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Moers
Seniorenzentrum Schwafheim feiert 30. Geburtstag

Moers. Konrad Franke brachte es auf den Punkt: "30 Jahre alt wird ein Seniorenheim nur dann, wenn es die Zeichen der Zeit erkennt." Der ehemalige Kulturchef des Deutschlandradios wagte gestern beim Festakt anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Awo-Seniorenzentrums Moers-Schwafheim einen Ausblick in die Zukunft deutscher Seniorenheime.

Franke gilt als Experte auf dem Gebiet Altenpflege, hat bereits mehrere Bücher zu dem Thema verfasst. Gestern zeichnete er ein durchaus optimistisches Bild zur Zukunft der Altenpflege. Man selbst sei als Teil des Alterungsprozesses der deutschen Bevölkerung zwar noch etwas blind, um die aktuelle Entwicklung zu erkennen, dennoch schwinde die deutsche Angst vor dem Tod allmählich. Des Weiteren führte er aus: "Das Altenheim der Zukunft wird hotelähnlich sein, das Gefühl der Eigenständigkeit muss nicht an der Eingangstür abgegeben werden."

Zuvor forderte Britta Altenkamp, Vorsitzende des Awo-Bezirksverbandes Niederrhein: "Wir dürfen nicht von der menschenwürdigen Betreuung alter Menschen abrücken, unabhängig vom Inhalt ihres Geldbeutels." Besonders der deutlich gestiegene Anteil von Demenzpatienten bringe enorme Herausforderungen mit sich. Zur Bewältigung dieser brauche es weiterhin engagierte Mitarbeiter sowie eine kritische Selbstwahrnehmung.

Einrichtungsleiter Rolf Gabriel stellte indes die Verdienste der rund 70 ehrenamtlichen Helfer des Hauses heraus, ohne die viele Ziele und Vorgaben nicht zu erreichen wären. Darüber hinaus wurden fünf festangestellte Mitarbeiterinnen für ihre 30-jährige Treue zum Haus geehrt.

Derweil sparte Bürgermeister Christoph Fleischhauer nicht mit Lob: "Durch die Awo sind in Moers die Strukturen gegeben, die zukünftigen Herausforderungen des Alterns effektiv zu bewältigen."

(p-m)
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