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Moers
Sozialverband fordert mehr Barrierefreiheit in Moers

Moers. Die Zahl der älteren Menschen steigt und somit auch die Zahl derer, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Der Sozialverband VdK will dazu beitragen, dass Moers und die Region seniorenfreundlicher werden.

Das hat der Verband bei seiner gestrigen Pressekonferenz im Rahmen des kommunalen Forums klar gemacht. "Moers ist kein schlechtes Beispiel, was Barrierefreiheit angeht. Aber im Rathaus ist sicher noch etwas an der ein oder anderen Stelle zu machen", sagt Robert Walter, der Geschäftsführer des Kreisverbandes des VdK. Der Landesvorsitzende Horst Vöge ergänzt: "Oft denken viele auch bei Barrierefreiheit nur an Rollstuhlfahrer, an Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung hingegen nicht."

Im Vorfeld des Forums hatte sich der Sozialdienst an alle Kommunen gewandt. Er wollte wissen, wie viel Geld für Barrierefreiheit verwendet wird. "Auf 35 Anfragen haben wir elf Antworten bekommen. Die Stadt Moers hat geantwortet, dass sie das als Schwerpunkt vorsieht. Leider haben sie aber nicht geschrieben, was sie genau vorhaben", sagt Vöge. Der VdK wolle sich auf jeden Fall beteiligen.

Robert Walter findet, dass es mehr Behindertenparkplätze geben könnte. In der Region gäbe es immer weniger. Es sollten auch nicht nur Gebäude barrierefrei sein, sondern auch die Wege von A nach B für Senioren und Menschen mit Behinderung vereinfacht werden. "Ältere Menschen haben schon abends beim Lesen des Fahrplans Probleme. Dafür müssen Lösungen gefunden werden."

Um ihre Ziele konkret umsetzen zu können, beraten die Ehrenamtler des Sozialdienstes zum Beispiel Architekten bei Bauprojekten in Fragen der Barrierefreiheit. So haben sie zum Beispiel auch beim Umbau des Rathauses in Kerken mitgewirkt. "Es ist auch schön, dass viele barrierefreie Wohnungen gebaut werden, nur leider werden diese meist außerhalb der Stadt gebaut", sagt Vöge. In den Köpfen passiere schon viel, aber in der Praxis noch nicht. "Kommunale Sozialpolitik bekommt aber einen immer größeren Stellenwert. Auch in Zukunft muss eine bedarfsgerechte und ortsnahe Versorgung der Gesellschaft gesichert sein", sagt Vöge.

(eler)
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