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Moers
Sparkasse schließt zwei Geschäftsstellen

Moers: Sparkasse schließt zwei Geschäftsstellen
FOTO: Julia Hagenacker
Moers. In Utfort und Vennikel wird es ab dem 1. Juli keine Filiale mehr geben, die Geschäftsstelle Rheinkamper-Ring wird zu einem reinen Selbstbedienungsstandort umgebaut.

Die Sparkasse am Niederrhein hat ihre Jahresbilanz für das Jahr 2017 vorgestellt und die gute Nachricht - die Bilanzsumme wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 48 Millionen auf rund 3,2 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss von 3,4 Millionen Euro stieg leicht - mit einer schlechten verbunden: Zum 1. Juli werden im Geschäftsgebiet fünf von derzeit insgesamt 28 Geschäftsstellen geschlossen.

Für Moers bedeutet das: Die Geschäftsstelle Rheinkamper-Ring baut die Sparkasse zu einem reinen Selbstbedienungsstandort um, die Geschäftsstellen Utfort und Vennikel werden geschlossen. Entlassungen und Nachteile für die Kunden sollen daraus nicht resultieren. "Die dortigen Kolleginnen und Kollegen ziehen in die benachbarten Geschäftsstellen um, damit unsere Kunden ihre vertrauten Ansprechpartner behalten", sagt Sparkassen-Vorstand Giovanni Malaponti. Von derzeit insgesamt 670 Stellen sollen mittelfristig zehn durch altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter eingespart werden. Unterm Strich bleiben neben den 23 Geschäftsstellen noch acht Selbstbedienungsstandorte.

"Wir haben trotz der niedrigen Zinsen ein auskömmliches Ergebnis erzielt. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Zukunft unserer Sparkasse aktiv zu gestalten", sagt Malaponti. "Das heißt, wir wollen Geschäftsstellen nicht dann schließen, wenn wir sie schließen müssen. Wir schließen sie jetzt, weil sich das Kundenverhalten ändert und wir in die Zukunft schauen."

Rund 50 Prozent, sagen die Sparkassen-Chefs, mache das Online-Banking mittlerweile im Vergleich zum herkömmlichen "Schaltergeschäft" aus. Mit mehr Service und Beratung und einem beispielhaften digitalen Angebot wolle die Sparkasse auch künftig für ihre mehr als 110.000 Kunden persönlich erreichbar bleiben, heißt es.

Mehr Beratungsbedarf haben die Sparkassen-Kunden beispielsweise beim Kauf von Wertpapieren. Im Geschäftsjahr 2017 kauften sie Fonds und Wertpapiere für insgesamt rund 86 Millionen Euro. Der Bestand in den Depots wuchs damit auf 434 Millionen Euro. Weitere 47 Millionen Euro zahlten die Kunden auf klassische Sparkonten ein. Damit erreichen die Einlagen einen Höchststand von rund 2,5 Milliarden Euro. Bei den Krediten an Kunden legte die Sparkasse mit einem Gesamtvolumen von 2,3 Milliarden Euro ebenfalls leicht zu.

(juha)
 
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