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Kreis Wesel
SPD setzt Ehrenamt als Schwerpunktthema für 2016

Kreis Wesel. Der SPD-Landtagsabgeordnete René Schneider ist seit einem halben Jahr Unterbezirksvorsitzender. Und hat gleich ein paar Änderungen initiiert, wie er gestern Abend erzählte: "Bisher haben Unterbezirksvorstand und -ausschuss immer in Wesel getagt. Das werden wir jetzt ändern. Wir ziehen jetzt reihum durch den Kreis. Begonnen haben wir in Schermbeck, diesmal sind wir in Rheinberg", so Schneider. Im "Hotel am Fischmarkt", um genau zu sein. Rund 50 Sozialdemokraten tagten im Konferenzraum des Hauses. Ihm komme es auch darauf an, dass die 22 Ortsvereine im Kreisgebiet zusammenwachsen und der Unterbezirksvorstand wisse, welche Erwartungen an ihn gerichtet werden. Von Uwe Plien

Ein Beispiel könne das Bemühen der Rheinberger SPD zum Thema "Kosten der Unterkunft" sein, das in der Stadt insbesondere durch die Modernisierung der Reichelsiedlung aufgekommen ist. Dabei geht es um die Übernahme von Mietkosten: Stellt sich heraus, dass ein Hartz-IV-Empfänger mehr Wohnraum nutzt als ihm zusteht, muss er aus der Wohnung ausziehen - auch dann, wenn die Kosten durch geringere Nebenkosten kompensiert werden. Da wird die Trennung von Miete und Nebenkosten zum Problem - für die SPD oftmals nicht nachvollziehbar. "Darüber sprechen wir in Rheinberg, weil das auch anderswo zum Tragen kommen kann."

Ein weiterer Punkt der Sitzung war die SPD-Nachwuchsförderung - ein Programm, mit dem Neu-Sozialdemokraten für den politischen Betrieb fit gemacht werden sollen. Bis zu 20 Personen werden in dieses auf ein Jahr angelegte Programm aufgenommen. "Und zwar nicht nur jüngere Leute aus den Reihen der Jusos, sondern auch ältere, die vielleicht erst jetzt den Weg in die Politik gefunden haben oder zwischenzeitlich mal ausgesetzt haben", so Schneider. Fragen wie "Was ist die SPD?", Rhetorik-Seminare oder Tipps zum Verfassen einer Pressemitteilung - all das wird vermittelt.

Als Themenschwerpunkt in diesem Jahr hat die Kreis-SPD das Ehrenamt festgesetzt. Der Stadtverband Moers hat dazu den Wilhelmine-Runge-Preis aufgelegt. Durch die Flüchtlingspolitik motivierte Parteiaustritte habe die SPD nicht zu verzeichnen, sagte René Schneider. "Ganz im Gegenteil", so der Kamp-Lintforter. "Wir haben seit einem halben Jahr die AG "Migration und Vielfalt." Und die verzeichnet einen starken Zulauf. Dass projektbezogenes Arbeiten im Trend liegt, zeige sich auch daran, dass eine Arbeitsgemeinschaft "Bildung" in Planung sei.

Quelle: RP
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