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Moers
Spendenkonto für Beerdigung des verunglückten Schülers

Schwerer Unfall in Moers - 16-Jähriger gestorben
Schwerer Unfall in Moers - 16-Jähriger gestorben FOTO: Arnulf Stoffel
Moers. Der Zustand der verletzten 13-Jährigen ist weiter kritisch. Von Josef Pogorzalek

Der schreckliche Unfall, bei dem am Samstag ein Junge getötet und ein Mädchen lebensgefährlich verletzt wurde, bewegt die Menschen in Moers und darüber hinaus. Inzwischen gibt es ein Spendenkonto, das die in Reichenbach bei Zwickau ansässige Internet-Plattform www.norwegen-angelforum.de eingerichtet hat. "Wir wollen der Familie helfen und möglichst soviel Geld sammeln, dass wir die Beerdigungskosten übernehmen können", sagte gestern Silvio Hermann, Geschäftsführer des Portals mit Mitgliedern aus ganz Deutschland. Der Vater des getöteten Schülers habe das Forum betreut, sagte Hermann. Auch der Junge sei Angler und mit seinem Vater häufig Gast bei Veranstaltungen gewesen.

Der 16-jährige Moerser war am Samstagabend zusammen mit einem 13-jährigen Mädchen aus Duisburg zu Fuß unterwegs. An der Kreuzung Römerstraße/Ruhrorter Straße in Asberg wurden beide von einem Kleintransporter erfasst. Wie die Polizei gestern mitteilte, ist der Zustand des Mädchen unverändert. Ärzte haben die 13-Jährige in ein künstliches Koma versetzt. Nach wie vor bestehe Lebensgefahr.

FOTO: Arnulf Stoffel

Die Ermittlungen zur Unfallursache laufen. Die Polizei vernimmt Zeugen. Eine Kommission wird die Unfallstelle in den kommenden Tagen in Augenschein nehmen. Bei Facebook mehrt sich die Kritik daran, dass die Kreuzung unsicher sei. Die Beleuchtung sei schlecht, die Grünphase für Fußgänger zu kurz, Autofahrer seien oft zu schnell - erlaubt ist Tempo 70. Im Internet ist auch zu lesen, dass Fußgänger und Jogger die Straße gerne bei "Rot" passierten. Die Polizei hält sich mit Spekulationen zurück. "Von uns wird ein objektives Ergebnis erwartet", sagte gestern Polizeisprecherin Sabine Vetter.

Der getötete Junge besuchte die Klasse 10b der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Lehrer und Sozialpädagogen haben seine Klassenkameraden am Montag und Dienstag intensiv betreut. "Wir haben in Gruppen Gespräche geführt", sagte Schulleiter Rolf Grüter. Schüler schrieben Texte mit Erinnerungen nieder, gestalteten Kerzen, fertigten ein Kreuz an. In Absprache mit der Familie des getöteten Jungen begaben sich Schüler, einige Eltern und Lehrer gestern zur Unfallstelle und legten dort die Dinge ab. "Das ist ein einschneidendes Ereignis für die gesamte Schule", sagte Grüter. "Es relativiert alles andere." Auch die jüngere Schwester des Getöteten besucht die Gesamtschule, sein Vater ist in der Schulpflegschaft aktiv.

Quelle: RP
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