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Lokalsport
2:1 - SVS dreht Spiel bei Teutonia St. Tönis in Unterzahl

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Als Jan-Paul Hahn vom Platz flog, lagen die Gäste mit 0:1 hinten. Von Rene Putjus

Zwei Worte reichten Thomas Dörrer, um das Landesliga-Spiel zwischen dem SV Sonsbeck bei Teutonia St. Tönis treffend zusammenzufassen. "Völliger Wahnsinn", sagte der Coach über eine emotionsreiche Partie, die den Rot-Weißen drei Punkte einbrachte. Die Gäste, die seit zehn Begegnungen nicht mehr verloren haben, setzten sich mit 2:1 (0:1) durch, wobei der SVS die siegbringenden Treffer in Unterzahl schoss und Keeper Michael Burda in der Nachspielzeit einen Strafstoß hielt.

Im Vergleich zum Duell gegen Wesel änderte Dörrer die Startformation auf drei Positionen. Jonas Gerritzen spielte auf der rechten, Marvin Braun auf der linken Offensivseite, Bastian Grütter lief in der Viererkette als rechter Außenverteidiger auf. Jonas Kremer, Sebastian Leurs und Ajdin Mehinovic saßen auf der Bank. Der Coach verzichtete auf einen Spielmacher, bot aber mit Felix Terlinden sowie Max Fuchs zwei Stürmer auf. In den ersten 20 Minuten bestimmte der SVS das Geschehen. Terlinden und Braun hatten Möglichkeiten, ihr Team in Führung zu bringen. Dann gab's wie am Sonntag ein Bruch im Spiel der Rot-Weißen. Die Gäste ließen sich weit in die eigene Hälfte drängen. Die abstiegsbedrohte Elf von St. Tönis suchte den Erfolg in langen Bällen, um die schnellen Offensivleute in Szene zu setzen. Die Sonsbecker wirkten ratlos. Folgerichtig fiel das 1:0 für die Hausherren durch Ercan Sendag per Kopf. Vorbereiter war ein gewisser Daniel Jagenburg mit einem langen Einwurf. Dass der Blondschopf einwirft wie andere Ecken schießen, hätte der SVS wissen müssen. Schließlich trug Jagenburg drei Jahre das Sonsbecker Trikot. In der Pause rüttelte Dörrer seine Akteure wach, die mit ganz anderer Willensstärke aus der Kabine kamen. Zudem blieb Fuchs für den passsicheren Mehinovic draußen.

Die Gäste agierten zu Beginn des zweiten Abschnitts druckvoller. In der 58. Minute waren aber alle taktischen Vorgaben hinfällig, weil Jan-Paul Hahn in einem Laufduell nach einem Tackling der harmloseren Sorte Rot sah. "Ich war schon sehr verärgert darüber, dass der Assistent, der freie Sicht auf die Szene hatte, nicht den Mumm hatte, den Schiri zu überstimmen", so Dörrer. Der SVS musste die letzte halbe Stunde ohne Abwehr-Organisator auskommen. Mit einer Jetzt-erst-recht-Einstellung blieb der Tabellensechste am Drücker. Das wurde belohnt: Nach einem Foul an Terlinden entschied der Referee auf Elfmeter - Stephan Schneider verwandelte sicher (73.). Weitere Chancen blieben ungenutzt. Nach einer Schneider-Ecke war's in der Nachspielzeit Lukas Vengels, der 2:1-Tor 2:1 machte. Doch die Partie war noch nicht vorbei. Bei einem Klärungsversuch soll Schneider seinen Gegenspieler berührt haben - Strafstoß für St. Tönis. Doch Burda ahnte die Ecke. Es folgte grenzenloser Jubel. Ostermontag geht's daheim um 15 Uhr gegen den Vorletzten Odenkirchen weiter - ohne Hahn und den urlaubenden Gerritzen.

Quelle: RP
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