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Lokalsport
Das war's dann wohl für den TuS

Kamp-Lintfort. Frauenhandball, 2. Bundesliga: Nach dem 21:28 gegen die SG Herrenberg gehen an der Eyller Straße die Lichter aus. Die Niederlage des Schlusslichts aus Lintfort gegen den Vorletzten der Liga zeichnet sich schon in der ersten Hälfte ab. Von Michael Bluhm

Die Enttäuschung stand den Spielerinnen des TuS Lintfort nach der Schlusssirene buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Wie so oft in den vergangenen Monaten war die angebotene Leistung über die volle Stunde einfach zu wenig. Die Zweitliga-Handballerinnen unterlagen im Duell der momentan schwächsten Vereine in der heimischen Eyller-Sporthalle der SG Herrenberg mit 21:28 (12:15) - und das völlig zurecht. Lintfort wird die Liga nach nur einer einjährigen Zugehörigkeit wohl wieder verlassen müssen. An den Klassenerhalt glaubt niemand mehr. Wer sich aber an den letzten Strohhalm klammern will, mag es tun. Lintfort muss die restlichen drei Begegnungen gewinnen und der noch einzig übrig gebliebene Kandidat aus Bremen alles verlieren. Zudem gilt es schlappe 40 Tore aufzuholen.

Die Gastgeberinnen führten mit 1:0 - dann während der gesamten weiteren Spielzeit nie mehr wieder. Die Mannschaft präsentierte sich zu Beginn durchaus gewillt. Man konnte trotz vorhandener Nervosität eine gewisse Entschlossenheit spüren. Aber es gab ein großes Manko: Die Chancenverwertung erwies sich als miserabel. Die Spielerinnen ließen beste Möglichkeiten zuhauf liegen.

Diese schwere Bürde lastete im weiteren Spielverlauf massiv. Das Team wurde unsicher, machte Fehler und fand den Rhythmus nicht. So litt auch die Defensive. Lintfort patzte einige Male im individuellen Bereich, bekam die Lücken im 6:0-Verband nicht geschlossen. Herrenberg nutzte die Unzulänglichkeiten seines Gegners aus. Die Gastgeberinnen schafften es nochmals sich zu motivieren, als vor allem Loes Vandewal mit gelungenen Einzelaktionen glänzte. Ein kurzes Vergnügen - die Holländerin "tauchte" im weiteren Spielverlauf wieder ab. Lintfort glich in dieser Phase zum 7:7 aus, um dann ziemlich schnell wieder in Rückstand zu geraten. Die TuS-Spielerinnen konnten auch in Hälfte zwei nicht das so dringend benötigte Feuer entfachen. Die Angriffe waren zu einfach und durchsichtig strukturiert. Es fehlte an Mut und Mumm.

Selbst in der Deckung gab es nicht das große Aufbäumen. Die Spielerinnen zeigten Einsatz und Engagement, fielen aber auch immer wieder auf die selben Abläufe des Gegners herein, fanden keine Mittel und Wege sich aus dieser Notlage zu befreien. Herrenberg hatte alles in souveräner Manier unter Kontrolle. Und dies merkten auch die TuS-Spielerinnen, deren Gegenwehr in der Schlussviertelstunde erlosch.

"Das Engagement war über weite Stecken da", betont TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Aber unserer Spiel war auch zu fehlerbehaftet ohne Namen zu nennen."

Quelle: RP
 
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