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Handball
Die Lintforter Talfahrt dauert weiter an

Kamp-Lintfort. Damen-Handball: Drittligist aus der Klosterstadt unterliegt bei der Zweitvertretung von Bayer Leverkusen knapp mit 25:26. Dabei verspielen die Gäste in der Farbenstadt ihren möglichen Sieg in den letzten Spielminuten. Von Michael Blum

Die Lage ist zweifelsohne ernst. Die negative Tendenz erreicht ihren vorläufigen Höhepunkt. Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort unterlagen auswärts bei der Zweitvertretung von Bayer Leverkusen knapp mit 25:26 (14:15). Für den TuS Lintfort (10:6 Punkte) ist es bereits die dritte Niederlage in Serie.

Und obwohl die TuS-Spielerinnen derzeit erfolg- und punktlos aufspielen, ist es der Mannschaft gelungen, zum Spitzenspiel in Leverkusen eine deutliche Leistungssteigerung hinzubekommen. Die Partie stand über die gesamte Spielzeit Spitz auf Knopf.

Es entwickelte sich von Beginn an eine attraktive, sehenswerte, aber auch stets hart umkämpfte Begegnung. Lintfort präsentierte sich hoch motiviert, stand in der Deckung gut sortiert mit der nötigen Portion Aggressivität. Im Angriff lief der Ball flott durch die eigenen Reihen. Alle Positionen wurden dabei eingebunden - ob Rückraum, Außen oder Kreis.

Die Kontrahenten schenkten sich nichts. Der Spielverlauf gestaltete sich immer eng, wobei der TuS Lintfort zumeist knappen Rückständen hinterher lief.

Weshalb dem Gast aber nicht der große Befreiungsschlag gelang, lag an der breitgestreuten Qualität des Gegners. Leverkusen, gespickt mit zahlreichen, best geschulten Talenten, kann ein enorm hohes Tempo gehen und weiß in brenzligen Situationen kühlen Kopf zu bewahren. Bayer stellte kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit seine Deckung um, legte die agile und torgefährliche TuS-Spielerin Harma van Kreij an die "kurze Leine". Lintfort wirkten der Farbenstadt daraufhin etwas verunsichert, musste sich zunächst auf die neue Situation einstellen. Und das nötige Selbstvertrauen wurde sich mit einem engagierten Auftritt in der Deckung geholt. Der gesamte Verbund kämpfte aufopferungsvoll - vor allem Harma van Kreij und Angelika Bensch schulterte viel Verantwortung, stellten die Räume immer wieder geschickt zu. Lintfort blieb im Rennen, glich in der Schlussphase nach einem 21:23-Rückstand völlig verdient zum 24:24 aus. Und in den letzten Minuten war dann alles möglich. Bayer Leverkusen bejubelte letztendlich einen glücklichen doppelten Punktgewinn. "Ein Remis wäre wohl leistungsgerecht gewesen", sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Es trafen zwei gleich starke Teams aufeinander. Es waren Wimpernschläge, die über Sieg oder Niederlage entschieden. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden."

Quelle: RP
 
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