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Handball
Die volle Konzentration muss her

Handball: Die volle Konzentration muss her
Ihre Qualitäten als Spielmacherin und auch als Torschützin sind am kommenden Samstag bei der HSG Gedern/Nidda gefragt. Eefje Huijsmans, hier in dieser Szene hart angegangen. FOTO: Christoph Karl Banski
Kamp-Lintfort. Damen-Handball: Der Drittligist TuS Lintfort tritt am morgigen Samstag um 18 Uhr zum Auswärtsspiel bei der HSG Gedern/Nidda an. Die richtige Einstellung muss dabei die Personalmisere kompensieren. Von Michael Bluhm

Es ist zur Zeit nicht einfach. Die Meisterschaft neigt sich allmählich dem Ende entgegen, die Titelambitionen sind bekanntlich abgehakt. Das aktuelle große Verletzungspech fordert mittlerweile von einem überschaubaren, kleinen Kader einen deutlich erhöhten Kraftaufwand. Dies gelingt mal mehr, mal weniger. Fakt ist: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort müssen momentan ihre Reserven anzapfen, oft sogar über ihre Leistungsgrenzen hinaus gehen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Lintfort tritt Samstag, um 18 Uhr, bei der HSG Gedern/Nidda an.

Und so tat der jüngste 24:23-Erfolg beim Tabellenzweiten TSG Eddersheim richtig gut. Lintfort agierte in dieser Begegnung ganz bestimmt nicht frei von Fehlern, aber die erstklassige Einstellung in Verbindung mit ungebrochener Moral zeigten Wirkung.

Die HSG Gedern/Nidda befindet sich mittlerweile auf dem besten Weg, die Ligazugehörigkeit für ein weiteres Jahr zu sichern. Der Verein fuhr zuletzt ganz wichtige Siege gegen die Abstiegskonkurrenz aus Solingen und Recklinghausen ein.

Die Gastgeberinnen finden in der Regel eine gute Einstellung in der Defensive, mit soliden Strukturen und einer lauffreudigen Grundausrichtung. Im Angriff ist die Spielanlage breitgefächert verteilt - die meiste Torgefahr geht von Isabell Schüler, Sabine Eisenacher und Nadin Patz aus.

Lintfort muss sich momentan die Kräfte geschickt einteilen - die Wechselmöglichkeiten sind doch arg begrenzt. Daher ist eine kluge Spieleinteilung sinnvoll. In der Verteidigung ist es allerdings schwierig, das Tempo heraus zu nehmen.

Hier lebt die Mannschaft bekanntermaßen von Einsatz, Kampf und Motivation. Da ist es undenkbar auf "Sparflamme" zu agieren. Im Angriff sieht die Situation ein wenig anders aus: Hier ist Cleverness gefragt. Das Team sollte die Geschwindigkeit variieren. Tempo muss sein, aber genauso wie Geduld und Übersicht. Insbesondere das Wechselspiel wäre gut, um nicht zuletzt die gegnerische Abwehr immer wieder vor neue Aufgaben zu stellen.

Eefje Huijsmans muss als Spielgestalterin die Zügel Samstag geschickt in der Hand halten, vor allem ihre beiden "Halben" Harma van Kreij und Leonie Lambertz in aussichtsreiche Wurfpositionen zu bringen. Aber auch Caroline Mook, Tatjana van den Broek und Eva Legermann werden tragende Rollen zugedacht.

"Wir benötigen die selbe, gute Einstellung wie unlängst in Eddersheim", sagt TuS-Manager Ulrich Klein. "Und wenn wir unsere Chancenverwertung noch steigern, ist ein Sieg durchaus möglich."

Quelle: RP
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