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Leichtathletik
Ein Volkslauf steuert auf Wachstumskurs
Leichtathletik: Ein Volkslauf steuert auf Wachstumskurs
Beim Start war das 10-Kilometer-Feld noch dicht beisammen. Herbert Ehlen (702) und Jürgen Brauckmann (718) wurden am Ende Zweiter und Dritter. FOTO: R. Hohl
Moers. Bei der 10. Auflage des Jungbornparklaufs freuten sich die Ausrichter VfL Repelen und FS Rheinkamp nicht nur über eine Steigerung der Teilnehmerzahlen. Über die 10 Kilometer setzte sich der Schwafheimer Tobias Severin durch. Von Kilian Tress

In diesem Jahr kommt an ihm keiner vorbei. Der für die LGO Bochum startende Schwafheimer Tobias Severin war zum wiederholten Male der schnellste Läufer über die zehn Kilometer. In 35:41 Minuten absolvierte er die Distanz am Sonntag beim Jungbornparklauf und hatte rund eine Minute Vorsprung auf den Zweiten Thomas Otten vom TC Kray 1892.

Karl-Heinz Röhner hatte jedoch ganz andere Dinge im Kopf. Freudig vermeldete der Vorsitzende des VfL Repelen mehr als 300 Teilnehmer für die inzwischen zehnte Auflage des Volkslaufs. "Das sind zumindest mehr als im vergangen Jahr", meinte Röhner und konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen. Zwar musste der Jungbornparklauf wegen des Schaltjahrs auf den ungeliebten Novembertermin verlegt werden, doch spielte das Wetter zum Glück mit. Erst zum Ende wurde es durch den einsetzenden Regen ungemütlich. Da waren die Probleme mit der Technik für das Organisationsteam schon gravierender gewesen. Nachdem die Stromleitung im Park endlich funktioniert hatte, streikte zunächst der Drucker, später zickte der Computer, was die Zeitnahme kurz beeinträchtigte. "Wir werden ganz bestimmt aus unseren Fehlern lernen", erklärte Karl-Heinz Röhner, der zeitgleich den rund 60 ehrenamtlichen Mitarbeiter eine tollen Job attestierte.

Beim Traditionslauf, den der VfL zusammen mit den Freien-Schwimmer Rheinkamp und mit der Unterstützng des Tennisclubs SG Rheinkamp/Repelen veranstaltetet, nahmen Läufer vom ganzen Niederrhein teil. "Ich bin jetzt das zweite Mal hier", sagte ein Teilnehmer aus Mülheim. "Die gemessene Zeit ist mit den Profi-Läufen vergleichbar, weil die Strecke vom Verband vermessen wurde. Das macht den Lauf so interessant." Positive Resonanz erhielten die gastgebenden Vereine auch von der Verbandsaufsicht. Winfried Voegelin, Wettkampfsleiter des Leichtathletik-Verbandes Niederrhein, hatte schon früh am Morgen die Strecke begutachtet. "Der Kurs ist in einem exzellenten Zustand", sagte Voegelin. "Nur ein oder zwei kleine Stellen sind matschig. Ansonsten haben die Läufer beste Voraussetzungen."

Aber nicht nur die Teilnehmerzahl wächst im Jungbornpark. Auch das Drumherum wird mit den Jahren größer. So nutzte etwa der österreichische Sportbekleidungshersteller "Skinfit" die Veranstaltung, um auf sich Aufmerksam zu machen. "Wir haben hier mit einigen Vereinen Kontakte knüpfen können", sagte Jens Falarczyk von der Krefelder Filiale des Sportausrüsters. Des Weiteren wächst die Veranstaltung auch durch die Teilnahme weiterer Institutionen. So haben die Veranstalter mit dem Förderkreis der Emanuel-Felke-Schule einen weiteren Kooperationspartner gefunden. Der Förderverein hat während der Laufveranstaltung für die Bewirtung der Aktiven und Zuschauer gesorgt. "Der Erlös kommt uns und damit letztlich auch der Schule zugute", weiß Anja Weyers vom Förderverein.

Quelle: RP/rl
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