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Lokalsport
Felix Terlindens spätes Tor zum 2:2

Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Der SV Sonsbeck egalisiert gegen den VfL Rhede noch ein ernüchternden zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand. Von Jürgen Schroer

"Heute wird sich zeigen, ob wir oben dran bleiben oder ins Mittelmaß abrutschen". Der ehemalige Fußball-Obmann des SV Sonsbeck, Hans Hahn, der in der vergangenen Woche seinen 70. Geburtstag feierte, hoffte mit einem Sieg seines SVS über den VfL Rhede nicht nur auf ein nachträgliches Geschenk, sondern auch, dass seine Elf, der er immer noch sehr nahe ist, den Dreier im eigenen Stadion behält. Daraus wurde nichts. Mit 2:2 (1:2) trennten sich beide Mannschaften, wobei die Sonsbecker das Glück auf ihrer Seite hatten.

Zum einen fiel der 2:2-Ausgleichstreffer 120 Sekunden vor Beendigung der regulären Spielzeit, zum anderen vergaben die Gäste aus dem West-Münsterland in der zweiten Halbzeit bei ihren Kontern beinahe überheblich die Chance zum 3:1. Das Remis haben die Schützlinge von Trainer Sandro Scuderi ihrem Kampfgeist in der zweiten Halbzeit zu verdanken. Sie gaben keinen Ball verloren, hetzten ihren Gegenspielern hinterher und grätschen auf dem Rasen, was das Zeug hielt.

Übersehen darf man dabei allerdings nicht, dass der SVS erhebliche Unterstützung bei den beiden Gegentreffern der Rheder leistete. Beim ersten VfL-Tor schlich sich der Rheder Abwehrspieler Spieker klammheimlich nach vorne und lauerte auf die genaue Hereingabe seines Mitspielers Junker. Als der Ball genau auf den Fuß von Spieker fiel, hatte dieser keine Mühe, das Spielgerät im SVS-Kasten zu versenken. Beim 0:2 stand der SVS erneut Pate. Vengels wollte das Leder zu seinem Torhüter Weichelt zurückspielen, verweigerte dabei aber den Schulterblick. So landete das Leder bei Gästespieler Chciuk und kurz darauf im Sonsbecker Tor.

Es spricht für den SV Sonsbeck, dass er sich nicht hängen ließ und sofort zurückschlug. Per Kopf wurde der Ball für Kai Schmidt vorgelegt. Der fackelte nicht lange und setzte den Ball mit Hilfe des Innenpfostens ins Rheder Tor. "Da geht noch was, Trainer", rief ein Fan der Gastgeber nach der Halbzeitpause zu Trainer Sandro Scuderi. Und der Coach trieb seine Mannen immer wieder an. Zuweilen ging es auf und rund um den Rasenplatz äußerst hektisch zu. Eine Fülle von Gelben Karten wegen Nichtigkeiten war die Folge.

Darüberhinaus mussten die Sonsbecker auf die Rheder Konter aufpassen. Mehrmals stockte nicht nur dem SVS-Anhang der Atem. In einer Situation packte Weichelt zu und der Rheder Junker fiel über ihn. "Schwalbe" entschied der Unparteiische und machte sich wieder mehr Freunde bei der Sonsbecker Fangemeinde, die er zuvor durch einige nicht nachvollziehbare Entscheidungen auf die Palme gebracht hatte.

Das Glück schlug sich in der 88. Minute endgültig auf die Sonsbecker Seite. Kai Schmidt zog auf der linken Seite einen energischen Spurt an, ließ gleich drei Gegenspieler aussteigen und flanke dann genau in die Mitte, wo Felix Terlinden wartete. Mit einem wuchtigen Schuss ließ er dem Gäste-Torhüter keine Chance und sorgte für Jubel bei allen Sonsbeckern.

Quelle: RP
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