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Basketball
Für Sarah Stock erfüllt sich ein Basketball-Traum

Basketball: Für Sarah Stock erfüllt sich ein Basketball-Traum
Sei gegrüßt, Basketball-Welt: Im kommenden Sommer wechselt die Neusser Aufbauspielerin Sarah Stock ans US-College in Fairfield. FOTO: Hecker Photography
Neukirchen-Vluyn. Ab August spielt die 17-Jährige aus Neukirchen-Vluyn mit einem Stipendium für die Fairfield Stags in der amerikanischen College-Liga. Von Dirk Sitterle

Fairfield ist ein schmuckes Städtchen mit rund 60 000 Einwohnern im US-Bundesstaat Connecticut, nur eine gute Autostunde von New York entfernt. Die Schauspielerin Meg Ryan ("Harry und Sally", "Schlaflos in Seattle", "e-m@il für Dich") ist dort geboren, doch das interessiert Sarah Stock nur am Rande. Viel wichtiger ist für die 17-Jährige, dass Fairfield Heimat einer 1942 von Jesuiten gegründeten Privatuniversität ist. Denn der Campus direkt am Long Island Sound ist ab August für vier Jahre das Zuhause der Spielerin des Basketball-Zweitligisten TG Neuss.

Damit geht für die in Neukirchen-Vluyn wohnende Gymnasiastin ein Traum in Erfüllung. "Das wollte ich schon, seit ich angefangen habe, Basketball zu spielen", sagt sie mit Blick auf ihre ersten Versuche bei der BG Lintfort. In den USA kann sie nämlich ihre sportliche Leidenschaft mit der universitären Ausbildung verknüpfen. Schließlich ist der College-Sport in den Staaten eine große Nummer. Auch die als Stags (Hirsche) in der höchsten Division (NCAA I) spielenden Korbjägerinnen aus Fairfield werden hochprofessionell betreut. Davon konnte sich Sarah Stock, die sich den Scouts der Uni durch mehrere Videos für das 220 000-Dollar-Stipendium empfohlen hatte, bei einem Urlaubs-Trip mit der Familie im vorigen Monat persönlich überzeugen.

Dabei sprach sie mit ihrem zukünftigen Trainer Joe Frager, übernachtete in einem Zimmer mit der in der ersten Saison für die Stags spielenden Kelsey Carey, besuchte als angehende Studentin des Studiengangs "International Business" eine freilich nur mäßig spannende Mathematik-Vorlesung und ließ sich von den Sporteinrichtungen begeistern – ganz besonders der 10 000 Zuschauer fassenden Webster Bank Arena in Bridgeport. "Das war richtig cool." Obwohl sie am Training nur als passiver Gast teilnehmen konnte, steht für sie bereits jetzt fest: "Das ist intensiv."

Aber sie wird sich durchbeißen. Wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, zieht sie das auch durch. Auf diese Weise ist sie vorige Saison mit dem TSV 1860 Hagen Deutscher Meister in der Altersklasse U 17 geworden. Dass sie dafür nach einem anstrengenden Schultag am Julius-Stursberg-Gymnasium in Neukirchen-Vluyn regelmäßig gut 200 Kilometer mit dem Zug unterwegs war, ihre Hausaufgaben kurzerhand im Abteil erledigte und die Dienstreisen selten vor 22.30 Uhr endeten, ließ sie kalt. "Es hat sich ja gelohnt", stellt sie gelassen fest. Ihr Abitur wird sie im Frühjahr trotzdem ganz entspannt bauen. Fest auf dem Plan steht außerdem die Teilnahme an der U 18-Europameisterschaft im kommenden Jahr – direkt im Anschluss geht es über den großen Teich. Heimweh, versichert Sarah Stock, sei dabei ihr kleinstes Problem. "Am meisten vermissen werde ich wohl meinen Bruder."

Quelle: RP
 
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