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Ganz Lüttingen steht hinter SSV-Fußballern

Lokalsport: Ganz Lüttingen steht hinter SSV-Fußballern
Kapitän Fabian Wenten (links) erwartet mit dem SSV Lüttingen zum Auftakt der Relegationsrunde am Samstag den TV Asberg. FOTO: Fischer (Archiv)
Kreis. Mit einem Kraftakt hat die A-Liga-Mannschaft von Trainer Thilo Munkes die Relegationsrunde erreicht. Morgen reist der TV Asberg ins Fischerdorf. Zweiter Gegner aus der B-Liga ist der TuS Borth. Von Detlef Kanthak

Man mag diese Bemerkung verzeihen, aber in Lüttingen, dieser kleinen, gepflegten Ortschaft mit ihren feinen Reihenhäuschen vor den Toren der Stadt Xanten, geht's an einem Samstagnachmittag doch eher beschaulich zu. Es ist die Zeit, sich um den Garten oder das Auto zu kümmern, ehe am Abend, wenn das Wetter es zulässt, der Grill ins Spiel kommt. Nur morgen, da könnte die Ruhe gleich doppelt gestört werden. Zum einen durch das Schützenfest, das an diesem Wochenende stattfindet. Zum anderen durch den hiesigen Fußballverein, der ab 16.30 Uhr ein mal mehr um seinen Verbleib in der Kreisliga A kämpfen wird. Der SSV empfängt den TV Asberg - es ist das erste von drei Relegationsspielen, nach deren Abschluss nur ein Club von dreien (das weitere Team ist der TuS Borth) die Korken knallen lassen darf.

Der Unterstützung aus dem Ort darf sich der SSV in diesen Begegnungen sicher sein. "Man hat uns in den vergangenen Wochen auf der Straße immer wieder angesprochen und der Mannschaft Glück im Abstiegskampf gewünscht", erinnert sich Trainer Thilo Munkes an das Schulterklopfen und Daumendrücken in Lüttingen. Bekanntlich hat es geholfen. Mit einem Kraftakt haben sich die SSV-Kicker in letzter Minute noch auf den 15. Platz gespielt und ihre Saison damit verlängert. Im entscheidenden Spiel am vergangenen Sonntag, als der SSV zu einem 5:0-Sieg über den Rumelner TV getragen wurde, standen 200 Zuschauer im Stadion am Schürkamp hinter der Mannschaft, die diese Euphorie nun in die Relegation mitnehmen wird. "Die Stimmung im Team ist grandios", beschreibt Munkes seine Eindrücke vom Training während der Woche.

Aber: Des Trainers Job besteht nicht nur darin, die schönen Seiten des Fußballlebens aufzuzählen. Das weiß Munkes natürlich. Also berichtet der Trainer ganz schnell von der Aufgabe, die morgen wartet. "Eine harte Nuss", ist noch die gebräuchlichste Umschreibung für den Kontrahenten, der da aus Moers anreist. Das Spiel, so ist er sicher, wird kein Selbstläufer bei schönem Wetter und vor glücklichen Zuschauern.

Munkes hat seine Hausaufgaben gemacht, seine Beobachtungen auf den TVA ausgerichtet und sich informiert. "Viele bekannte Namen, eine erfahrene Mannschaft, die vor einem Jahr auch noch in der A-Liga gespielt hat und jetzt wieder zurück möchte", berichtet er vom aktuellen Tabellendritten der Kreisliga B, Gruppe 2. Da wird er in der Taktikkiste nachschauen, welche Varianten parat liegen. Und schweigen. "Wir hoffen, morgen Antworten auf die Asberger Möglichkeiten zu finden", sagt er. Mehr nicht.

Der SSV will sich nicht in die Karten schauen lassen, dafür aber eventuell seine Auswahl im Vergleich zum Rumeln-Spiel verändern. "Gut möglich, dass wir auf zwei oder drei Positionen wechseln werden", deutet Munkes mit Blick auf die beobachteten Stärken im Asberger Team an. Die liegen in der Defensive: Nur 21 Gegentore hat der TVA in seinen 30 Saisonspielen kassiert.

Die Gäste kennen sich übrigens bestens in der Relegation aus: Schon vor einem Jahr waren sie dabei, verspielten dabei aber ihr Startrecht in der A-Liga. Gegen den SV Millingen und den SV Neukirchen gab es zwei Niederlagen. Darin wird man sich in Asberg nicht gerne erinnern. Eher schon an das Versprechen, das TVA-Spieler Christian Kanzok vor zwölf Monaten gab: "Die Mannschaft hat die Karre in den Dreck gesetzt", erklärte er damals. "Wir werden alles versuchen, um sie da wieder herauszuholen."

Quelle: RP
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