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Kerber: Profi-Karriere begann in Moers

Lokalsport: Kerber: Profi-Karriere begann in Moers
Ein Foto aus dem Jahr 2007: Angelique Kerber schwingt den Tennisschläger für den TC Moers 08. FOTO: Denise Ohms
Moers. Tennis: Von 2006 bis 2008 sammelte Melbourne-Siegerin Angelique Kerber ihre ersten Bundesliga-Erfahrungenbeim TC Moers 08. 08-Manager Stefan Hofmann hofft auf eine Schubwirkung für den Tennis-Sport. Von Björn Belloff

17 lange Jahre war es her, dass eine deutsche Tennis-Spielerin ein Grand-Slam-Turnier gewinnen konnte. Steffi Graf sorgte 1999 in Paris für dieses sportliche Highlight, kurz bevor sie ihre überragende Karriere beendete. Seit Samstagmorgen hat diese Durststrecke endlich ein Ende: Angelique Kerber konnte sich bei den Australian Open in Melbourne durchsetzen, bezwang Serena Williams im Finale nach drei spannenden Sätzen mit 6:4, 3:6 und 6:4.

Die 28-jährige Linkshänderin ist mit diesem Triumph in der absoluten Weltspitze angekommen. Große Freude darüber macht sich auch beim TC Moers 08 breit, denn zu Beginn ihrer Profikarriere machte sie auch an der Filderstraße Station. Von 2006 bis 2008 spielte die Kielerin für den Deutschen Meister von 2004 in der Damen-Bundesliga. "Wir haben ihr damals den ersten großen Sponsor besorgt und mit dessen Hilfe den Dreijahres-Vertrag abschließen können", erinnert sich 08-Manager Stefan Hofmann. "Sie kam als Deutsche Jugendmeisterin zu uns und hat hier den Sprung in den Profibereich geschafft."

Der persönliche Kontakt ist zwar mittlerweile abgerissen, doch Hofmann drückte seiner ehemaligen Spielerin am Samstag vor dem Fernseher natürlich die Daumen: "Ich habe extrem mitgefiebert, das ist ein ganz großartiger Erfolg." Neben all den spielerischen Höhepunkten des hochklassigen Finales gab es für Hofmann noch einen ganz besonderen Moment: "Serena Williams gilt ja als nicht ganz einfach, wenn sie verliert. Deshalb fand ich es super, als sie nach dem Matchball zu Angelique gegangen ist und ihr herzlich gratuliert hat."

Nun hofft der Moerser Macher Stefan Hofmann neben einer Schubwirkung für den Tennis-Sport im Allgemeinen, mehr Fernsehpräsenz in der Zukunft und einer Sogwirkung für die gesamte Damen-Bundesliga auch auf ein sportliches Wiedersehen mit Kerber, die er zuletzt 2014 in Wimbledon getroffen hat: "Am 29. Mai spielen wir zu Hause gegen Regensburg. Nicht auszudenken, wenn Angelique dann als Topspielerin mit ihrem Team anreisen und hier aufschlagen würde. Das wäre sensationell."

Quelle: RP
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