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Lokalsport
Langsam wird es eng für die TuS-Frauen

Kamp-Lintfort. Frauenhandball, 2. Bundesliga: Bei der HSG Hannover-Badenstedt kassiert das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein eine schmerzliche 30:35-Niederlage. Dabei erwischen die Lintforterinnen einen ganz schwachen Start. Von Michael Bluhm

Allmählich sollte man sich wirklich ernsthafte Sorgen machen, denn bei den Handballerinnen des TuS Lintfort werden die Abstiegsängste wöchentlich größer. Die Schützlinge von Trainerin Bettina Grenz-Klein stecken in einem unangenehmen Abwärtsstrudel. Bei der HSG Hannover-Badenstedt verloren sie mit 30:35 (19:19).

Lintfort erwischte einen denkbar schlechten Start in die Partie. Es passte nichts zusammen, die Mannschaft wirkte schläfrig und unkonzentriert. Besonders die Trefferquote ließ deutlich zu wünschen übrig. Die TuS-Spielerinnen machten vieles falsch, warfen entweder am Tor vorbei, trafen die Torhüterin oder die Latte. Von den Außenpositionen sowie vom Kreis gab es etliche "Fahrkarten". Hannover nutzte die Schwächen des Gegners konsequent und enteilte vom 5:0 bis zum 13:7 (18.).

Aber der Gast vom Niederrhein ließ sich nicht klein kriegen. Eine Deckungsumstellung auf eine 5:1-Variante brachte den Erfolg und das Selbstvertrauen zurück. Die Mannschaft hatte nun bis zum Pausenpfiff eine ganz starke Phase, konnte sich auf ihre Moral, aber noch viel mehr auf ihre kämpferischen Qualitäten verlassen. Lintfort agierte mutig und warf im Angriff die wichtigen Tore. Zur Pause war ein Remis erkämpft.

Die TuS-Spielerinnen konnten die positive Stimmung aber nicht mit in den zweiten Abschnitt retten. So waren es völlig unnötige persönliche Fehler, die ein deutlich besseres Ergebnis verhinderten. Hannover wirkte in seinem Auftritt einen Tick stabiler und entschlossener, weshalb der Klub auch zumeist knappe Führungen behaupten konnte.

"Es sind zu viele Kleinigkeiten, die uns derzeit verlieren lassen", lautete das Fazit von Bettina Grenz-Klein. "Es ist wirklich schade, dass die Mannschaft sich regelmäßig um den Lohn ihrer Arbeit bringt. Nach verschlafenem Start haben sich die Mädchen mit einer tollen Moral zurück ins Spiel gekämpft. Wir waren auch in Hannover ganz nahe dran, etwas Zählbares einzufahren. Es ist uns leider nicht geglückt, in einer heißen Phase den Big-Point zu setzen."

Quelle: RP
 
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