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Lintforter Handballerinnen fiebern Entscheidung entgegen

Handball: Lintforter Handballerinnen fiebern Entscheidung entgegen
TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein, hier im Hinspiel gegen Haunstetten, wird ihre Spielerinnen auch heute wieder nach vorne peitschen. FOTO: M. Hochgemuth
Kamp-Lintfort. Vor heimischem Publikum ist gegen Haunstetten ein Fünf-Tore-Rückstand wettzumachen. Von Uwe Thelen

Morgen um 16 Uhr geht es in der Sporthalle an der Eyller Straße, wenn der TuS Lintfort den TSV Haunstetten empfängt, um nichts weniger, als den Aufstieg in die Zweite Bundesliga. Die Ausgangslage nach der 25:30-Hinspielniederlage ist eindeutig. Die Klosterstädterinnen müssen mit sechs Toren Differenz gewinnen. Fünf Tore Unterschied würden nur dann ausreichen, wenn Haunstetten 24 oder weniger Treffer erzielt.

Das wird eine ganz harte Nuss für Klosterstädterinnen. Doch unmöglich ist es keineswegs, den auf den ersten Blick deutlichen Rückstand umzubiegen. Denn die Gäste sind im Hinspiel über sich hinausgewachsen, und es ist kaum zu erwarten, dass sie diese Leistung noch einmal toppen können. Da sieht es bei den Schützlingen von Trainerin Bettina Grenz-Klein schon anders aus. Kontraproduktiv war sicherlich die lange Anreise, die dieses Mal entfällt. Außerdem war fast die halbe Mannschaft außer Gefecht gesetzt (die RP berichtete). Zum Beispiel war Prudence Kinlend völlig entkräftet, weil sie tags zuvor in Weibern gespielt und danach lediglich zwei Stunden geschlafen hatte. Und wie sich im Nachhinein herausstellte, agierte Angelika Bensch zu Beginn ungewohnt kraftlos und konnte nicht zu Ende spielen, weil sie an einer Lebensmittelvergiftung litt. Naturgemäß sind noch nicht alle Spielerinnen wieder topfit, aber auf dem Weg der Besserung.

In den Trainingseinheiten vor dem Rückspiel wurde hauptsächlich daran gearbeitet, die in Haunstetten praktizierten Fehler zu minimieren, außerdem wurden die angeschlagenen Spielerinnen von der medizinischen Abteilung betreut. Verzichten musste Bettina Grenz-Klein bei den Übungseinheiten auf Jessica Jochims und Alina Grijseels, die gemeinsam einen Lehrgang mit der Jugend-Nationalmannschaft absolvierten. Sie kamen glücklicherweise nicht nur unverletzt wieder zurück, sondern setzten auch Akzente bei den Länderspielen gegen Tschechien, die mit 40:30 und 29:27 gewonnen wurden. "Wir müssen zunächst versuchen, besser ins Spiel zu kommen und nicht wieder einem 1:5-Rückstand hinterherlaufen", fordert die Lintforter Trainerin. "Dabei ist es wichtig, in der Abwehr stabiler zu stehen, mehr auf das Tempo zu drücken und insbesondere die sich bietenden Chancen zu nutzen. Den Rückstand müssen wir erst einmal ignorieren, das wird sich im Spiel von ganz alleine ergeben." Ein weiterer wichtiger Faktor wird es sein, Patricia Horner, Dreh- und Angelpunkt der Gäste, zu kontrollieren. "Ich hoffe, unsere Fans unterstützen uns mit geballter Kraft", so die Trainerin. "Dann wird es uns auch gelingen, den Heimvorteil zu nutzen."

Ein enges Spiel erwartet Herbert Vornehm, Trainer des TSV Haunstetten. "Die fünf Tore Vorsprung zählen überhaupt nichts", glaubt der Gäste-Trainer. "Das wird eine ganz heiße Kiste. Wir werden unsere Taktik nicht groß verändern, müssen Tatjana van den Broek allerdings besser in den Griff bekommen. Für mich gibt es in diesem Spiel keinen Favoriten, die Nerven werden entscheidend sein." Um die Reisestrapazen zu minimieren, macht sich der TSV-Tross mit einigen Fans bereits heute Abend auf die Reise. Nach einem Zwischenstopp in Koblenz geht es morgen weiter nach Kamp-Lintfort.

Quelle: RP
 
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