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Mühsamer Arbeitssieg des Spitzenreiters

Lokalsport: Mühsamer Arbeitssieg des Spitzenreiters
Zwei Tore: Inske Kuik. FOTO: Heiko Kempken
Kamp-Lintfort. Der Frauenhandball-Drittligist besiegt am dritten Spieltag vor heimischer Kulisse die HSG Blomberg-Lippe II mit 29:25. Hinterher war man sich einig: Es war kein gutes Spiel der Lintforterinnen. Von Michael Bluhm

Drei Spiele, drei Erfolge - Spitzenreiter. Doch zufriedene Gesichter sehen anders aus: Die Drittliga-Handballerinnen des TuS Lintfort haben die HSG Blomberg-Lippe II zwar mit 29:25 (13:8) geschlagen, sich beim mühsamen Arbeitssieg aber auch über weite Strecken des Spiels dem Niveau des Gegners angepasst. Der TuS hat bekanntlich die personelle Qualität, sollte daher auch in der Lage sein eine konstantere Leistung zu zeigen. Nicht zuletzt deshalb, um den eigenen Anspruch gerecht zu werden und den Fans etwas zu bieten.

Die Gastgeberinnen begannen in der Defensive konzentriert, mit klarer Struktur. Der Auftritt, inklusive der Torhüterin Vivien Gosch, wirkte souverän. Die Mannschaft schaffte es durch eine gute Laufbereitschaft die Räume zu verdichten, mit soliden Blockqualitäten. Und den TuS-Spielerinnen gelang es gleich etliche Male durch ein geschicktes Stellungsspiel die Gegnerinnen "ins Stürmerfoul" zu locken.

Die Offensive hatte allerdings massive Probleme. Die Aufstellung überraschte: Kreisläuferin Tatjana van den Broek verletzte sich beim Warm machen an der Wade, fiel aus - Naina Klein und Eefje Huijsmans saßen nur auf der Bank. Die neue Formation war in ihrem Bestreben sichtlich bemüht, hielt das Tempo hoch, kreierte Chancen. Aber die Trefferquote stimmte einfach nicht. Beste Möglichkeiten wurden in Reihe ausgelassen - die Spielerinnen warfen in einer relativ kurzen Phase unzählige Male sogar am Tor vorbei. TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein korrigierte ihre Startaufstellung - mit Naina Klein und Eefje Huijsmans kam mehr Effektivität aufs Parkett.

Die Mannschaft drehte einen 5:6-Rückstand (17.) in eine noch sichere Fünf-Tore-Führung zur Pause um.

In den zweiten 30 Minuten bekämpften sich zwei Teams auf Augenhöhe. So wie Blomberg immer mutiger und selbstbewusster aufspielte, die TuS-Deckung mehrmals durch individuelle Klasse in Verlegenheit brachte, so konnten die Gastgeberinnen einfach nicht den Schalter umlegen. Es klemmte weiterhin in mehreren Teilbereichen. Lintfort ließ den punktlosen Konkurrenten aus Blomberg bis auf 18:16 (41.) herankommen, um dann mit einem intensiven Zwischenspurt auf 21:16 (45.) davonzuziehen. Die Konzentration riss aber erneut (24:22/53).

Die TuS-Spielerinnen brachten die Partie aber letztlich sicher nach Hause, wirkten in den Schlussminuten wieder entschlossen und gewannen gegen einen tapfer kämpfenden, aber in seinen Möglichkeiten auch limitierten Gegner verdient.

"Es war kein gutes Spiel", betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Das Positive war der Deckungsauftritt in Hälfte eins. Die neue Startaufstellung für die Offensive hat die Wirkung verfehlt. Meine Mannschaft trat nach dem Seitenwechsel irgendwie aufgelöst in Erscheinung. Es fehlte die mannschaftliche Geschlossenheit und die Struktur."

TuS: Vivien Gosch, Sabrina Romeike (Tor); Eva Legermann 5, Leonie Lambertz 4, Naina Klein 5, Inske Kuik 2, Mie Norup Isaaksen, Angelika Bensch 1, Eefje Huijsmans 4/1, Mona Bratzke, Kyra Teixeira da Silva, Loes Vandewal 8/2 (Feld).

Quelle: RP
 
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