| 00.00 Uhr

Lokalsport
Noch fehlt der nötige Rhythmus

Lokalsport: Noch fehlt der nötige Rhythmus
Verdiente sich zuletzt ein dickes Sonderlob: TuS-Torhüterin Laura Graef, hier bei einer schönen Parade. FOTO: Volker Herold
Kamp-Lintfort. Damen-Handball-Drittligist TuS Lintfort empfängt am kommenden Sonntag um 16 Uhr die HSG Dutenhofen. Von Michael Bluhm

Es wird schwierig genug - der TuS Lintfort muss wieder Fahrt aufnehmen. Den Drittliga-Handballerinnen fehlt nach der langen Weihnachtspause, der Auftaktpartie ins neue Jahr gegen Ober-Eschbach und der darauf folgenden Spielabsage gegen Bayer Leverkusen II eindeutig der nötige Rhythmus. Jetzt heißt es wieder volle Konzentration im Heimspiel gegen die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen. Angeworfen wird Sonntag, um 16 Uhr, in der Eyller Sporthalle.

Den Gästen macht derzeit das oft zitierte zweite Jahr nach dem Aufstieg zu schaffen. Die Premierensaison war bis zum vergangenen Jahr ein voller Erfolg. Der Verein landete auf Anhieb auf Rang acht, ohne jegliches Abstiegszittern. Die Realität nun sieht ganz anders aus.

Die Handball-Spielgemeinschaft kommt einfach nicht in Tritt. Was der Mannschaft im vergangenen Jahr leicht und locker zuflog, misslingt heuer. Der Verein (8:20 Punkte) wird von akuten Abstiegsängsten geplagt - mittlerweile versucht bereits der dritte Trainer in der laufenden Saison das Schiff wieder auf Kurs zu führen.

Trotz aller Sorgen: Die HSG Dutenhofen stellt in der Regel eine sattelfeste Defensive. Die offensive drei-zwei-eins-Abwehr präsentiert sich extrem Lauf- und Zweikampfstark. "Wir haben uns schon beim 23:20-Hinspielsieg mit diesem Deckungsverband sehr schwer getan", erinnert sich TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Daher ist klar, meine Mannschaft muss diesmal mit Sinn und Verstand auftreten. Dabei sind folgende drei Punkte zu beachten: Erstens, wir haben einen Plan und daran muss sich das gesamte Team strikt halten. Zweitens, meine Mädels dürfen sich nicht in Einzelaktion verstricken oder gar aufreiben. Und drittens, darf der Gegner niemals unterschätzt werden." Der TuS Lintfort hat zweifelsohne ein großes Paket an spieltaktischen Mitteln - sowie das dazugehörige Personal.

Die Mannschaft harmoniert und weiß, was zu tun ist. Treten dennoch einmal Durststrecken in den Vordergrund, so gibt es gleich etliche Spielerinnen, wie zuletzt die überragende elffache Torschützin Harma van Kreij, die mit Individualität oder einfacher Schusskraft wieder für Ruhe sorgen. "Betrachtet man allein die aktuelle Tabellensituation, so kommen wir aus der Nummer des Favoriten als Dritter gegen einen derzeitigen Abstiegskandidaten wohl nicht so einfach raus", weiß dann auch TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Für mich ist es wichtig, dass sich meine Mannschaft hochmotiviert, engagiert, diszipliniert präsentiert. Dabei aber auch erfolgreich."

Personalien: Der TuS Lintfort ist erneut nicht frei von Verletzungssorgen. Tatjana van den Broek hat gerade ihre schwere Wadenverletzung überwunden. Nun ist die kampfstarke Holländerin im Training mit dem Sprunggelenk umgeknickt. Der Fuß ist dick geschwollen. Ihr Einsatz ist fraglich. Angelika Bensch plagt eine Leistenzerrung. Die Deckungsspezialistin ist aber dabei. Eefje Huijsmans muss nach der Saison am Knie operiert werden. Der Spielmacherin wird nun nach einem Kreuzbandriss die dafür notwendige Schraube wieder entfernt. Das Knie befindet sich seit längerem in einem ständigen Reizzustand.

Quelle: RP
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Lokalsport: Noch fehlt der nötige Rhythmus


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.