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Lokalsport
Saisonhöhepunkt für den RuFV Rheurdt

Rheurdt. Der rührige Verein richtet am Wochenende erstmals Rheinische Meisterschaften im Fahrsport aus. Die Generalprobe im vergangenen Jahr war geglückt, so dass die Bewerbung für die Titelkämpfe auf Landesebene kein Risiko darstellt.

Der Reit- und Fahrverein Rheurdt wird am Wochenende die Landesmeisterschaften der Fahrer ausrichten. Ein-, Zwei- und Vierspänner werden am Samstag und Sonntag um die begehrten grün-weißen Meisterschärpen und Medaillen kämpfen. In der Fahrsportszene ist der kleine ländliche Verein über die Landesgrenzen des Rheinlands als Fahrsporthochburg und Ausrichter von Turnieren mit Kreismeisterschaften bekannt. Doch in diesem Jahr wagt sich der Vorstand um die Vereinsvorsitzende Petra Tissen und den 2. Vorsitzenden Ludger Greis erstmals an die Rheinischen Meisterschaften im Fahren heran.

Nach einer gelungenen Generalprobe im vergangenen Jahr, bei der erstmalig Fahrprüfungen bis zur Klasse M ausgeschrieben worden waren, stand der Ausrichtung der Titelkämpfe nichts mehr im Wege. Damit steht also der nächste Höhepunkt für den rührigen Verein vor der Tür. Aktuell deutet sich ein großes Teilnehmerfeld an, die eingegangenen Nennungsergebnisse sind beachtlich. Sogar der amtierende Weltmeister der Einspänner, Christoph Dieker, wird mit seinem Nachwuchspferd im beschaulichen Rheurdt an den Start gehen. Erstmals wird es auch Vierspänner zu sehen geben, was für die Zuschauer ein besonderes Highlight werden dürfte.

Der Turnierplatz wird zur Fahrsport-Hochburg umfunktioniert. Die Mitglieder des RuFV haben zwei Dressurfahrplätze parrallel aufgebaut. Es wird ein Kegelparcours auf dem eigentlichen Springplatz von Parcoursbauer Alexander Flocke kreiert. Ebenso wird er die Marathon-Strecke und die Hindernisse ausflaggen. Die bisher verwendeten Hindernisse bleiben nach wie vor im Einsatz, wurden jedoch um diverse technische Finessen erweitert. So wurden in den letzten Wochen dicke Telegrafenmasten zersägt und zu Hindernisteilen umfunktioniert. Ebenso wurde, dem Sturm sei Dank, reichlich Holz für Zwischenelemente verbaut. Das Storchennest-Hindernis ist fertiggestellt, und ein unechtes, aber schönes Storchenpaar sitzt mittendrin.

Zu den Rheinischen Meisterschaften werden die Künstler an den Leinen parallel ihre Dressuraufgaben der Klasse M fahren können und im Anschluss daran auf dem Springplatz vor dem Richterhaus in den Kegelparcours starten. Das Programm umfasst insgesamt 23 Prüfungen. Start ist am Samstag um 9 Uhr. Die letzte Prüfung, die der Vier-Spänner Pferde und Ponys, starten um 14 und 15 Uhr und werden gegen 16.30 Uhr zu Ende gehen. Am Sonntag, dem Marathon-Tag, geht es für die Gespanne ab 9 Uhr über die Rheurdter und Kengener Höhenzüge in die Trab- und Schrittstrecke, die in vorgegebenen Zeiten zu absolvieren sind.

Nach den sechs bis sieben Kilometern Strecke kontrolliert der Turniertierarzt jedes Pferd auf seine Konstitution und den Gesundheitszustand. Erst nachdem der Tierarzt grünes Licht gibt, werden die Gespanne zurück zum Turnierplatz an der Kirchstraße geschickt, um dort vom Hauptplatz in die Hindernisse zu starten.

Der Wassergraben, das Storchennest, die Waldlichtung, der Wildfütterungsplatz und das Baumhindernis werden für Ross und Fahrer einige Herausforderungen bieten, um würdige Sieger und so neue Rheinische Meister zu ermitteln.

Quelle: RP
 
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