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Lokalsport
Stadtpokal: Rot-Weiß Moers ist zum vierten Mal der Gastgeber

Moers. Die Rot-Weißen konnten, wie auch der TV Kapellen, den Stadtpokal bisher noch nicht gewinnen. Im Gegensatz zum TVK standen die Hülsdonker aber zumindest einmal im Endspiel. Das ist aber schon viele Jahr her. 1982 war es bei der zweiten Auflage, da mussten sich die Rot-Weißen dem SV Schwafheim mit 1:4 geschlagen geben. In den folgenden Jahren reichte es fast nie zu vorderen Plätzen. . Von Wolfgang Jades

Der SV Scherpenberg geht in diesem Jahr als Titelverteidiger ins Rennen. Und das bereits zum zweiten Mal hintereinander. Denn 2016 gewann der SVS den Titel nach einem äußerst spannenden Endspiel mit 8:7 gegen den FC Meerfeld. Und diese Finale gab es exakt zwölf Monate später Anfang 2017 erneut. Und dieses Mal musste ein Neunmeterschießen her, dass die Scherpenberger glücklich mit 10:8 für sich entscheiden konnten.

Seit nun fast 40 Jahren ist der Hallenstadtpokal im Fußballkalender der Stadt Moers ein fester Bestandteil und nicht mehr wegzudenken. Angefangen hat alles im Herbst 1981. Da hatte der ehemalige Scherpenberger Präsident Peter Pfeiffer die Idee, die anderen Vereine stimmten sofort begeistert zu und hoben direkt nur wenige Wochen später den Hallenkick aus der Taufe. Am 8. Januar 1982 wurde bereits der erste Sieger gekürt. Der SC Rheinkamp ging als erster Sieger des Turniers in die Annalen ein. Sie siegten mit 1:0 gegen den TuS Moers. Damals hieß der SV Scherpenberg noch so.

Da in diesem Jahr Weihnachten an einem Wochenende stattfindet, wird der Pokalsieger 2017 erst am 7. Januar 2018 feststehen. Das Endspiel wird am Sonntag, 16.45 Uhr, angepfiffen und kurz danach wird der 37. Stadtpokalsieger feststehen. Zum vierten Mal in der Geschichte des Wettbewerbes richtet in diesem Jahr der FC Rot-Weiß Moers den Hallenstadtpokal aus. Als die Rot-Weißen erstmals Anfang 1989 Ausrichter waren, hieß der Kanzler noch Helmut Kohl, die DDR und die Berliner Mauer waren noch nicht von der Landkarte verschwunden. Stadtpokalsieger damals wurde der SV Schwafheim, der das Endspiel mit 9:4 gegen den SC Rheinkamp gewann.

Zehn Jahre später, 1999, als der B-Ligist zum zweiten Mal als Ausrichter für das Jahr 1998 fungierte, war Helmut Kohl nicht mehr Kanzler. Gerhard Schröder war der neue Chef. Und das jetzt in Berlin, wohin der Bundestag von Bonn aus hingezogen war. Der MSV Moers holte sich bei dieser Auflage den Pokal durch eine 3:2 über den TV Asberg.

Letztmals waren die Rot-Weißen dann 2007 dran. Da war Gerhard Schröder schon nicht mehr Kanzler. Angela Merkel hatte ihn zwei Jahre zuvor abgelöst. Und der FC Meerfeld siegte mit 4:1 im Finale gegen den GSV Moers (Foto).

"Wir haben alles bestens organisiert. Von uns aus kann es losgehen", freut sich Fußball-Obmann Holger Butt vom ausrichtenden FC Rot-Weiß Moers. "Wir würden uns natürlich wünschen, dass wir sportlich vielleicht einmal etwas weiter vorne landen. Aber wir sind schon so realistisch, dass wir wissen, dass das ganz schwer werden wird."

Obwohl die Rot-Weißen bei der Auslosung im vergangenen Jahr ein wenig Glück hatten. Sie spielen in der Gruppe A und dort ist Landesligist SV Scherpenberg der hohe Favorit. Doch dahinter scheint alles offen. Bezirksligist MSV Moers, A-Ligist TV Asberg und B-Ligist TV Kapellen komplettieren diese Gruppe. Da ist die Gruppe B mit den Landesligisten SV Schwafheim und VfL Repelen, den Bezirksligisten FC Meerfeld und GSV Moers schon wesentlich stärker besetzt. Krasser Außenseiter ist hier sicherlich der C-Ligist SC Rheinkamp. Sicher ist aber, das wohl auch die 37. Auflage wieder vor einem vollen Enni-Sportpark stattfinden wird. Meist kamen an beiden Tagen rund 1000 Zuschauer, die spannende Spiele mit vielen Toren sahen.

Nach wie vor ist der GSV Moers der erfolgreichste Klub in der traditionsreichen Geschichte des Moerser Hallen-Fußball-Stadtpokals. Neun Titel und 18 Finalteilnahmen sind immer noch der Rekord. Allerdings haben die Grafschafter in den vergangenen Jahren nicht mehr triumphiert. 2012 konnten sie letztmals jubeln, als sie nach Neunmeterschießen den SV Scherpenberg mit 8:7 bezwangen.

In der jüngeren Geschichte waren es vor allem der SV Scherpenberg und der FC Meerfeld, die den Wettbewerb beherrschten. Diese beiden Klubs bestritten auch die beiden letzten Endspiele 2016 und 2017. Beide Male mit dem besseren Ausgang für die Scherpenberger.

Quelle: RP
 
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