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Lokalsport
SVN lässt keine Spannung aufkommen

Lokalsport: SVN lässt keine Spannung aufkommen
Christian Ginters (am Ball) machte für den SV Neukirchen ein gutes Spiel im Derby gegen die Moerser Adler HSG. Yannik Francois (Mitte) kommt hier in der Deckung zu spät. FOTO: Christoph Karl Banski
Kreis. Handball-Verbandsliga: Die Auswahl von Spielertrainer Jörg Förderer setzt sich in einem einseitigen Derby gegen die enttäuschende Moerser Adler HSG mit 33:23 durch. Neukirchen ist dem Konkurrenten in allen Belangen überlegen. Von Michael Bluhm

Das Knistern war nur leise zu vernehmen. Die Spannung war überschaubar und der Unterhaltungswert hielt sich in Grenzen. Kurzum: Das Handball-Verbandsliga-Derby zwischen dem gastgebenden SV Neukirchen und der Moerser Adler HSG nahm von Beginn an einen einseitigen Verlauf. Neukirchen war seinem Kontrahenten in allen Belangen überlegen und siegte auch in der Höhe verdient mit 33:23 (18:9).

Die Hausherren krempelten mit dem Anwurf die Ärmel auf und unterstrichen mit einem engagierten Auftritt ihre Absichten. Die Deckung stand, wurde von Jens Beutelt und Tobias Tamse gut organisiert. Im Angriff liefen die meisten Aktionen über Christian Ginters. Der Rückraumspieler dirigierte, setzte seine Mitspieler immer wieder mit klugen Pässen gekonnt in Szene und zeigte sich zudem sehr treffsicher. Neukirchen setzte sich mit diesem motivierten Auftritt schon früh problemlos ab (8:4/14:7).

Aber den Neukirchener Spielern wurde es auch einfach gemacht. Moers fand nicht zur passenden Derbystimmung. Die Mannschaft wirkte in ihrem Bestreben phlegmatisch, irgendwie gehemmt. Diese Einstellung kam vor allem in der Defensive zum Tragen. Der Gegner wurde in vielen Phase überhaupt nicht angepackt, geschweige denn ausreichend attackiert. Der Deckungsauftritt war schwach, ebenso wie die Leistung beider Torhüter. Der Truppe fehlte augenscheinlich der Glaube an die eigenen Stärken. Beim Offensivauftritt haperte es dann auch an Ideen, Entschlossenheit und der Durchschlagskraft.

Die Pausenansprache von HSG-Trainer Stefan Hüfken schien wohl etwas lauter ausgefallen zu sein. Und sie schien zunächst auch nicht auf taube Ohren getroffen zu haben. Seine Jungs präsentierten sich in Hälfte zwei wesentlich engagierter. Einfache Verbesserungen wie die Laufbereitschaft oder die Körpersprache im allgemeinen reichten, um endlich Fahrt aufzunehmen. Der Gast kämpfte nun vorbildlich, verkürzte in nur wenigen Minuten bis auf 19:23.

Der SV Neukirchen offenbarte in dieser Phase einige Konzentrationsmängel. Spielertrainer und Geburtstagskind Jörg Förderer - er wurde 43 Jahre - wechselte sich ein, damit wieder Ruhe und Struktur einkehrt. Die Maßnahme zeigte Wirkung, denn mit Förderer kam die in den Minuten zuvor vermisste Souveränität ziemlich schnell ins Neukirchener Spiel zurück.

Moers tappte hingegen in der Schlussphase viel zu oft in die "Schussfalle". Die Mannschaft der Adler fand überhaupt kein Maß bei den Würfen. Neukirchen nahm die Geschenke des Gegners dankend an und zeigte seine Konterqualitäten. Einige sehenswerte Treffer von Linksaußen Andre Behmer gab es zu bestaunen.

SVN: Behmer (9/3), Ginters (7), Peters (5), Lange (4), Greven (3), Miller (2), Kaplanek (2), Beutelt (1).

HSG: Francois (7), Pitzen (5), Woyt (4), Feltgen (2), Stark (2), Vook (1/1), Zweig (1), Keusemann (1).

Quelle: RP
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