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TuS-Frauen fehlt die ordnende Hand

Lokalsport: TuS-Frauen fehlt die ordnende Hand
Ihre sieben Tore reichten für den AufsteigerTuS Lintfort in Halle nicht zum erhofften Erfolg aus: Loes Vandewal (hier beim Fallwurf). FOTO: Markus Weissenfels
Kamp-Lintfort. Frauenhandball, Zweite Liga: Der Neuling vom Niederrhein unterliegt dem SV Union Halle-Neustadt mit 21:28. Von Michael Bluhm

Es heißt sich noch zu gedulden: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort müssen weiterhin auf den ersten doppelten Punktgewinn in der 2. Bundesliga warten. Denn das Team um Trainerin Bettina Grenz-Klein unterlag beim SV Union Halle-Neustadt mit 21:28 (12:14).

Der Gast von linken Niederrhein erwischte trotz der langen Anreise nach Sachsen-Anhalt und der hitzigen Atmosphäre in der mit mehr als 400 Zuschauern gefüllten Union-Halle eine richtig gute Startphase. Die Lintforter Spielerinnen präsentierten sich sehr motiviert, hielten aber in ihrem Bestreben vor allem das Tempo hoch. Das Niveau pendelte sich auf ein ordentliches Level ein. Nicht zuletzt deshalb, weil auch der TuS-Rückraum prima funktionierte.

Der Gast investierte zudem viel Hingabe und Bereitschaft in die Deckungsarbeit. Torhüterin Marie Groetelaers erwies sich als wichtiger Rückhalt - sie hielt viele erstklassige SV-Großchancen und somit ihre Mannschaft im Spiel. Jedoch gab es kurz vor dem Pausenpfiff einige Unachtsamkeiten auf Seiten der Gäste vom Niederrhein.

Der TuS Lintfort musste in den zweiten 30 Minuten schon einige Abstriche machen, ohne dabei an Kampfkraft zu verlieren.

Der Mannschaft ging ein wenig die Puste aus. Doch was schlimmer wog: Es fehlte die "ordnende Hand". Die Offensive agierte über weite Strecken strukturlos. Zudem schlichen sich etliche Stockfehler um das Ballhandling ein. Lintfort lag schon mit 15:22 im Hintertreffen, ließ sich aber in der Folgezeit nicht unterkriegen, kämpfte verbissen weiter und holte Tor um Tor auf. Daher ist es sehr ärgerlich, dass die Mannschaft in den letzten Minuten ein besseres Ergebnis durch mäßige Chancenverwertung herschenkte.

Aus einer insgesamt guten Teamleistung der Truppe vom Niederrhein ragten neben Marie Groetelaers vor allem die beiden Rückraumspielerinnen Naina Klein und Loes Vandewal heraus.

"Ich bin eigentlich bis auf die letzten schlimmen drei Minuten mit dem Gesamtauftritt zufrieden", betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Natürlich fehlte uns ein wenig Struktur und als Aufsteiger auch Cleverness. Aber meine Mädels haben alles gegeben, sich reingehauen und toll gekämpft. Ich denke, wir sind als Neuling auf einem guten Weg."

Quelle: RP
 
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