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Handball
TuS-Frauen im Rückraum stärker
Handball. Ein einstelliger Tabellenplatz in der Dritten Liga ist das Ziel der Handballfrauen des TuS Lintfort für die kommende Spielzeit. Bei der Mannschaftsvorstellung am Samstag präsentierten sie noch eine neue Spielerin. Von Uwe Thelen

Zwei Wochen vor dem Startschuss in die Dritte Liga veranstalteten die Handballfrauen des TuS Lintfort ihre offizielle Mannschaftsvorstellung und konnten dabei in Christina Borutta einen weiteren Zugang präsentieren. Die 18-Jährige, die auf beiden Außenpositionen eingesetzt werden kann, kommt vom GSG Duisburg und der Kontakt wurde über Prudence Kinlend hergestellt.

"Christina ist eine sehr talentierte Perspektivspielerin", betonte die Lintforter Trainerin Bettina Grenz-Klein. Ebenfalls neu ist Vanessa Idelberger (die RP berichtete). Sie half bereits in den letzten Partien der abgelaufenen Spielzeit aus und kommt von Woche zu Woche besser in Form. Damit haben die Klosterstädterinnen im Rückraum deutlich mehr Durchschlagskraft und müssen sich nicht allein auf ihre Haupttorschützin Prudence Kinlend verlassen. Einziger Abgang ist Leonie Berger, die zur Fortuna nach Düsseldorf wechselte.

Nach Rang zehn in der vergangenen Saison ist ein einstelliger Tabellenplatz das Ziel. "Wir wissen noch gar nicht, was auf uns zukommen wird", so Bettina Grenz-Klein. "Das Gesicht der Liga hat sich enorm verändert, denn 50 Prozent der Mannschaften sind neu, und viele der bekannten Teams haben ihren Kader kräftig verändert. So ist es sehr schwer, einen Favoriten auszumachen. Aber ich glaube, dass die Mannschaften aus Bascharage, Gräfrath und eventuell noch die Sulzbacherinnen am Ende sehr weite vorne platziert sein werden." Jedoch ist nicht nur die Lintforter Trainerin mit ihrer Prognose vorsichtig, denn die Hälfte der Liga hat den Klassenerhalt als Ziel. Mit der bisherigen Vorbereitung ist die Lintforter Trainerin sehr zufrieden, die Mannschaft habe sehr gut mitgearbeitet und Fortschritte seien auch eingetreten.

Glücklich ist sie darüber, nicht wie in der Vergangenheit ein neues Team aufbauen zu müssen. "Jetzt können wir viel intensiver am Feinschliff arbeiten und müssen nicht erst wieder eine neue Basis legen. Wir sind eine sehr schnelle Mannschaft und können mit unserem Tempospiel jeden Gegner unter Druck setzen. Außerdem sind die Aktionen im 1:1-Verhalten bereits sehr gut. Allerdings müssen wir bei den Tempogegenstößen noch präziser arbeiten, uns unterlaufen einfach noch zu viele Stockfehler."

Handlungsbedarf sieht Bettina Grenz-Klein insbesondere in der Deckung: "Wenn eine wichtige Deckungsspielerin ausfällt, haben wir Probleme mit unseren defensiven Varianten. Es kann nicht sein, dass wir dazu verdammt sind, immer nur mit unseren offensiven Varian-ten zu arbeiten. Dadurch sind wir viel zu einfach auszurechnen." In den verbleibenden zwei Wochen bis zum Liga-Auftakt gilt es, an diesen Schwächen zu arbeiten und sie nach Möglichkeit auszumerzen.

Quelle: RP
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