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Handball
TuS Lintfort bis ans Ende durchgereicht

Handball: TuS Lintfort bis ans Ende durchgereicht
War für das Team durchaus eine Bereicherung: Lena Feldstedt (blau) erzielte zwei Tore für den TuS. FOTO: DIANA ROOS
Kamp-Lintfort. Damen-Handball Zweitligist unterliegt vor heimischer Kulisse dem Tabellenzweiten Rosengarten mit 24:30. Von Michael Bluhm

Dem TuS Lintfort fehlen schon seit längerem die Qualitäten, um in der 2. Damen-Handball-Bundesliga mitzuhalten. Mittlerweile sieht es sogar ziemlich düster aus. Das Team um Trainerin Bettina Grenz-Klein ist nach der neuerlichen 24:30 (11:17)-Heimniederlage gegen die SGH Rosengarten und den nunmehr unglaublichen 2:20 Punkten aus den vergangenen Monaten bis auf den letzten Tabellenplatz durchgereicht worden.

Lintfort hatte gegen den haushohen Favoriten aus Rosengarten nicht nur ein spielerisches, sondern zudem auch ein körperliches Defizit. Ob die TuS-Spielerinnen sich im Vorfeld der Partie zu viele Gedanken gemacht haben oder ob es andere Gründe waren; die Mannschaft bekam keinen Zugriff auf das Spiel, geschweige auf den Gegner. Die Deckung agierte zu brav, hatte große Abstimmungsschwierigkeiten. Mal waren die Spielerinnen zu passiv - prompt klingelte es aus dem Rückraum. Oder sie agierten offensiver - schwupps war die robuste Kreisläuferin Evelyn Schulz zur Stelle.

Lintfort war in der Startphase bemüht, Struktur in seine Offensivreihe zu bekommen. Dieses Vorhaben gelang zum Teil. Was aber fehlte war das Tempo in den Aktionen und in der Passfolge. Die Geschwindigkeit reichte einfach nicht aus, um den kompakten, manchmal schwerfälligen SG-Deckungsriegel in Bewegung zu bekommen. Der Funke sprang einfach nicht über. Lintfort geriet oft deutlich in Rückstand. Die Gastgeberinnen hechelten hinterher, ohne entscheidende Mittel zu finden.

Selbst nach dem Seitenwechsel dauerte es lange bis die Mannschaft endlich aufwachte. Es waren schon drei "Hammer" von Loes Vandewal in Serie als Knotenlöser notwendig. Ein Ruck ging durch das Team. Gerade die Defensive konnte sich steigern und agierte mit einer nun aggressiven Spielweise. Insbesondere Vivien Gosch verdiente sich in dieser Phase ein dickes Lob. Die Torhüterin parierte zahlreiche Hochkaräter der Gäste. Lintfort kämpfte sich mehrmals bis auf drei Tore heran, schaffte es aber niemals noch weiter zu verkürzen. Möglichkeiten waren aber vorhanden.

Rosengarten kam in diesen kniffligen Spielsituationen sichtlich ins Grübeln. Der Gast wackelte leicht, fiel letztlich aber doch nicht.

"Der Kampf war immer da", betonte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein. "Aber vor der Aufholjagd war auch vieles nicht wirklich gut."

Quelle: RP
 
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