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Lokalsport
TuS Lintfort verliert weiter an Boden

Kamp-Lintfort. Frauenhandball, 2. Bundesliga: Bei der FSG Mainz/Budenheim setzt es eine 27:32-Niederlage. Damit wird die Lintforter Negativserie auf nunmehr 2:22-Punkte geschraubt. Tatjana van Broek wird schmerzlich vermisst. Von Michael Bluhm

Die Stimmung ist gedrückt, die Situation wird immer dramatischer. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort verlieren im Abstiegskampf weiter an Boden. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein zogen gestern Nachmittag bei der FSG Mainz/Budenheim verdientermaßen mit 27:31 (15:17) den Kürzeren. Lintfort bleibt nach einer nunmehr bitteren Negativserie von 2:22 Punkten am Tabellenende.

Der Gast vom linken Niederrhein musste einen ganz schmerzlichen Ausfall verkraften: Tatjana van den Broek, torgefährliche Kreisläuferin und Spezialistin für den Gegenstoß, trat die Reise nach Mainz aufgrund eines Magen-Darm-Infektes erst gar nicht mit an. Lintfort hatte - wie so oft - Probleme den Spielfaden aufzunehmen. Die Mannschaft war nicht präsent genug, erlaubte sich einige zu schnelle Abschlüsse. Mainz machte es besser, fand durch Paulina Golla (halbrechts) und Kreisläuferin Janka Bauer immer wieder die Lücken in der TuS-Defensive (4:1/6:3).

Aber Lintfort erlangte seine Stabilität basierend auf guter Moral und Einstellung. Das Team kämpfte sich in einem schön anzuschauenden Match aufopferungsvoll heran, so dass die Spannung und Attraktivität deutlich zunahmen (9:9).

Doch das Niveau konnte nicht gehalten werden. Es waren erneut kleine, technische Mängel sowie Unachtsamkeiten, weshalb die Mannschaft kurzzeitig den Zugriff verlor und dem zu Folge ins Hintertreffen geriet. Diesen Rückständen hinterher zu laufen kostet aber unglaublich viel Energie, die die TuS-Spielerinnen immer wieder aufbringen müssen (15:16).

Nach dem Seitenwechsel ging es dann ziemlich schnell. Lintfort schwächelte erneut in der Startphase, bekam keinen Zug in die Aktionen - geschweige zum Tor. Zudem landeten etliche Anspiele oftmals ins Leere. Die folgenden konfusen Minuten, in denen die Bälle reihenweise "weggeworfen" wurden, waren dafür verantwortlich, dass Lintfort den Anschluss verlor und Mainz ziehen lassen musste (17:22/22:30). Erst als die Partie praktisch entschieden war, bekam die TuS-Spielweise wieder eine Linie. Die Abwehrumstellung von der 6:0-Formation auf eine offensivere 5:1-Formation war ein guter Schachzug. Der TuS Lintfort wurde in seiner Körpersprache wieder mutiger und nahm den Kampf an. Dennoch bleibt: Lintfort kann in der Summe nicht den Ausfall zweier wichtiger Stammspielerinnen kompensieren. Tatjana van den Broek wegen des Magen-Darm-Infektes und Loes Vandewal, die einfach in der Rhein-Hessen Metropole einen ganz rabenschwarzen Tag erwischte.

So waren es diesmal, Mona Butzen, Eefje Huijsmans, Naina Klein und auch Jana Willing die viel Verantwortung im Lintforter Team schultern mussten.

"Die gebotene Leistung meiner Spielerinnen war über die 60 Minuten einfach zu wenig," sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach Spielschluss. "Wir haben zu Beginn der jeweiligen Halbzeiten nicht unseren Rhythmus gefunden. Ärgerlich sind auch die Phasen mit den leichten, unnötigen Ballverlusten. Gut war jedoch die Moral in den Schlussminuten."

Quelle: RP
 
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