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Handball
. . . und kein bisschen müde

Mit seinen 40 Jahren zählt Thorsten Langwald, halbrechter Rückraumspieler des Handball-Oberligisten TV Kapellen, zu den routiniertesten Spielern der Liga. Ans Aufhören verschwendet er noch keinen Gedanken. Von Uwe Thelen

Handball ist ein wichtiger Bestandteil im Leben des Thorsten Langwald. Seit nunmehr 34 Jahren geht der Linkshänder, der seit kurzem für den TV Kapellen aktiv ist, auf Torejagd. "Die schönste Zeit hatte ich beim OSC Rheinhausen", erinnert sich der 40-Jährige, der im halbrechten Rückraum spielt. Nach dem Zwangsabstieg des Vereins aus der Bundesliga stieg er mit den "Olympischen" von der Verbands- bis in die Regionalliga auf.

Fasziniert war er insbesondere vom Zuschauer-Interesse in Rheinhausen; so kamen zum Verbandsliga-Lokalderby gegen den VfL Rheinhausen weit über 1000 Besucher in die alt-ehrwürdige Sporthalle an der Krefelder Straße. Allerdings erlitt er in der Zeit beim OSC auch seine letzte größere Verletzung. Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum trat er mit dem Regionalligisten gegen das ehemalige Bundesliga-Team des Clubs an. Eine Minute vor Schluss zog sich Langwald ohne Fremdeinwirkung einen Abriss der Patellasehne zu.

Gegen Kehrmann und Jansen

Gern denkt der in Voerde wohnende Bilanzbuchhalter auch an seine aktive Zeit bei Borussia Mönchengladbach zurück. Hier erreichte er sportlich seinen größten Erfolg. Erst in den Play-Offs zum Aufstieg in die Zweite Bundesliga wurde die Mannschaft von der SG Solingen gestoppt, die damals die späteren Weltmeister Florian Kehrmann und Torsten Jansen in ihren Reihen hatte. Kurz danach erlitt Langwald einen Bandenscheibenvorfall und musste nach einer Operation fast eine ganze Saison lang aussetzen. Dem Handballsport will er noch lange verbunden bleiben. "So lange ich so fit bin, möchte ich spielen", sagt der Linkshänder. "Ob ich danach irgendwann als hauptverantwortlicher Trainer arbeiten werde, ist offen. Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht."

Privat verbringt Langwald, der zurzeit ungebunden ist, so viel Zeit wie möglich mit seinem 13-jährigen Sohn Jan, der im Jungen-C-Team der HSG Voerde/Friedrichsfeld Handball spielt. "Ich kann meinen Sohn so oft sehen, wie es mir möglich ist", freut er sich. "Ich will nicht der typische Scheidungspapa sein, der sein Kind nur alle zwei Wochen hat. Vielmehr will ich an seinem täglichen Leben teilhaben – gemeinsam mit Jan zu Abend essen, über seine schulischen Probleme reden und auch mit ihm in Urlaub fahren."

Traumziel Australien

Skifahren die große Leidenschaft des Neu-Kapelleners, sein Traumziel ist jedoch Australien. "Dort würde ich gern Land, Leute, Kultur und Geschichte kennen lernen", sagt Langwald.

Quelle: RP
 
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