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Moers
Stadt stellt Plan für Baugebiet am Park vor

Moers. Neuer Entwurf für die Bebauung des alten GSV-MTV-Sportplatzes sieht 21 Wohneinheiten vor. Fraktionen stimmen zu. Von Josef Pogorzalek

Mit diesem Entwurf haben die Planer im Rathaus ins Schwarze getroffen: Darin waren sich die Fraktionen im Ausschuss für Stadtentwicklung gestern einig. Geschlossen stimmten sie den neuesten Vorschlägen der Verwaltung für die Bebauung des GSV-MTV-Sportgeländes (Grafschafter Kampfbahn) am Schloss- und Freizeitpark zu. Der Entwurf berücksichtigt Einwände und Anregungen, die von Anwohnern gemacht wurden. Er sieht nun eine zweireihige Bebauung mit 21 Wohneinheiten vor. Die Grundstücke sind mit 530 bis 810 Quadratmetern üppig bemessen; die meisten haben eine Größe von 600 bis 630 Quadratmetern.

Das Baugebiet wird sich westlich an die Dr.-Hermann-Boschheidgen-Straße und südlich an den "Platanenplatz" anschließen, der gegenwärtig als (unbefestigter und kostenfreier) Parkplatz dient. Dieser fällt weg, wenn das neue Wohngebiet entsteht. Im Gegenzug wird am Rande eine Reihe mit 16 Auto-Stellplätzen angelegt. Der Platanenplatz dient künftig als Übergang zum Schloss- und Freizeitpark, in dem es auch einen kleinen Kinderspielplatz geben soll.

Gegenüber anderen Planungsvarianten steht bei dieser insgesamt etwas weniger vermarktbarer Fläche zur Verfügung. Aufgrund des Zuschnitts der Grundstücke und der "repräsentativen Lage" in Nachbarschaft zu Moersbach und Freizeitpark - die besonders gut herausgearbeitet worden sei - sieht die Stadt aber Vorteile bei der Vermarktung. Wie berichtet, wird es sich um eine 1a-Wohnlage handeln. Von Grundstückspreisen in Höhe von 450 Euro je Quadratmeter war bereits die Rede, wobei die Stadt auch an ein Bieterverfahren denkt, bei dem derjenige Käufer den Zuschlag erhält, der am meisten zahlt.

Die Vertreter der Fraktionen spendeten den Mitarbeitern der Verwaltung viel Lob für die Planung, bei der die Anbindung an den Park überzeuge. Dieser wird übrigens wachsen, denn nur auf einem Teil des heutigen Sportplatzgeländes entstehen Häuser, der größere Teil wird dem Park zugeschlagen. Dino Maas (FDP) betonte, dass der Park (durch entsprechende Wege) allen Moersern, und nicht nur den neuen Anwohnern zugänglich sein muss. Christopher Schmidtke (Grüne) regte an, die Zahl der Auto-Stellflächen am Rande des Platanenplatzes etwas aufzustocken. Auch über die Breite der neu geplanten Straßen wurde gesprochen. Der Technische Dezernent Thorsten Kamp betonte, dass sich in der Entwurfsplanung später noch einiges ändern kann. Ob eine Hundeauslauffläche in dem neuen Teil des Parks oder einen anderen angelegt wird, stehe ebenfalls noch nicht fest.

Über den Zeitplan wurde gestern nicht geredet. Nach früheren Angaben rechnet die Stadt damit, dass das Bebauungsplanverfahren in der ersten Hälfte 2016 abgeschlossen wird. Ein Vermarktungskonzept soll noch 2015 aufgestellt werden.

Quelle: RP
 
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