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Fahrradtour
Bewegende Geschichten

Moers. Die Idee war ganz einfach: Auf der Siggi-Ehrmann-Radtour könnten doch auch Menschen mit Fluchthintergrund einmal mitstrampeln und sich den Niederrhein zeigen lassen. Das stellte sich im vergangenen Jahr als nicht ganz so einfach dar, und so beschloss Lioba Dietz vom Netzwerk Nord gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Siggi Ehrmann, in diesem Jahr eine besondere Radtour für die Geflüchteten zu organisieren. Es kamen schließlich neun junge Männer aus Kamerun, Syrien, Eritrea, Afghanistan, Irak und Iran zum Wohnheim an der Rathausallee in Moers-Utfort zusammen.

Für alle waren verkehrstüchtige Fahrräder gefunden, nur der Himmel schien uns nicht gnädig zu sein. Kurzentschlossen wurde die geplante Route etwas gekürzt. Die Tour ging zunächst um den Loheider See und anschließend noch auf die Halde Rheinpreußen. Dort erzählte Siggi Ehrmann den Mitradlern etwas über die Geschichte der Halden und den Strukturwandel am Niederrhein. Trocken gelangten wir nach gut zwei Stunden zum Vereinsheim des TV Utfort-Eick, wo vier gute Geister, Ingrid Schubert und Barbara Schneider vom Netzwerk Nord, und zwei Flüchtlinge für ein leckeres Mittagessen und Kaffee gesorgt hatten.

Nach dem Essen bekamen alle die Gelegenheit, ein bisschen über sich zu erzählen. Ein syrischer Flüchtling, der schon sehr gut Deutsch gelernt hat, übersetzte für die arabisch sprechenden Kollegen. Siggi Ehrmann hörte den sehr unterschiedlichen und sehr bewegenden Geschichten der Männer aufmerksam zu. Er sprach sich deutlich gegen Fremdenfeindlichkeit aus und bekannte sich zu einer offenen Flüchtlingspolitik.

Quelle: RP
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