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Besuch
Gäste aus Ruanda wollen von Moers lernen und Erfahrungen für ihr Heimatland sammeln

Moers. Weitgereiste Gäste konnte Bürgermeister Christoph Fleischhauer im Mai begrüßen. Eine Delegation aus dem afrikanischen Staat Ruanda hat zusammen mit Mitgliedern des Kirchenkreises Moers das Stadtoberhaupt besucht. Die Partnerschaft mit der Presbyterianischen Kirche in Ruanda hat vor 31 Jahren begonnen.

Bürgermeister Fleischhauer erläuterte den Gästen die verschiedenen Städtepartnerschaften, die Moers pflegt. Superintendent Ferdinand Isigkeit bedankte sich für den Empfang und betonte die Nähe zur Stadt Moers. Die Gäste berichteten dem Stadtoberhaupt, dass sie bei ihrem Besuch viel gelernt haben und mit nach Hause nehmen werden. "Wir stellen in der Stadt eine große Brüderlichkeit fest. Ich hoffe, dass wir auch in Ruanda künftig in Frieden leben und arbeiten können", so Edith Nyirabarera. Sie ist langjährige Partnerschaftsausschussvorsitzende in Kigali/Ruanda. Diese Brüderlichkeit konnten die Gäste bei ihrem Aufenthalt auch bei der Eröffnung der Ev. Stadtkirche "live" feststellen.

Das Zusammenleben neu zu ordnen, ist in Ruanda von großer Bedeutung: 1994 wurde von den Regierungstruppen ein Völkermord ausgeübt. Viele der dortigen Partner sind ermordet worden und das Land war instabil. "Wir fühlten uns von der UNO im Stich gelassen, aber die Deutschen waren die ersten, die uns 1995 besucht haben", erläutert Superintendent Juvénal Rwamunyana. Heute versucht das Land, die tiefen Einschnitte aufzuarbeiten und Versöhnung zu schaffen.

Eine weitere Station des Besuches war das Rudolf-Schloerstift der Diakonie. "Wir wollen auch möglichst viel über die Geschichte unserer Bewohner wissen, welche Fähigkeiten und Erlebnisse sie zu uns mitbringen", erläuterte Einrichtungsleiter Thorsten Krüger den sechs Besuchern aus Ruanda das pflegerische Konzept der Einrichtung an der Kranichstraße. Dazu gehöre auch die Kooperation mit der evangelischen Kirchengemeinde, deren Gemeindezentrum im gleichen Gebäude untergebracht ist. Regelmäßig finden im Gemeindezentrum Sonntagsgottesdienste und Andachten statt, die die Bewohner der Pflegeeinrichtung besuchen können. "Es ist gut, dass die Kirche nah bei den alten Menschen im Pflegeheim ist, besonders, wenn diese nicht so viel Kontakt zu ihren Familien haben können", so Rwamunyana.

Quelle: RP
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