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Astrid-Lindgren-Schule
Kinder werden zu "Umwelthelden"

Astrid-Lindgren-Schule: Kinder werden zu "Umwelthelden"
Klimaberater Klaus Pelzer erkundet mit Michel, Emma, Leonard und Svenja mit verschiedenen Messgeräten das Raumklima. FOTO: KLaus Dieker
Moers. Die Umwelt geht uns alle an. Das wissen spätestens seit der vergangenen Woche auch die Schüler der Klassen eins bis vier der Astrid-Lindgren-Schule. Im fünften Jahr in Folge fand die Mottowoche in Kooperation. "Wir möchten ein größeres Bewusstsein für den Schutz unserer Umwelt bei den Kindern wecken", so Schuldirektorin Manuela Gualano. "Dabei haben sie gelernt wie man CO2 , Strom und Wasser einspart, Müll vermeidet und bewusst mit Rohstoffen umgeht. Wir möchten die Schüler darauf sensibilisieren, warum diese Maßnahmen für die Umwelt so wichtig sind und erhoffen uns von dem Energiesparprojekt, dass Klimaschutz ein alltägliches und ganz selbstverständliches Thema wird."

Klaus Pelzer ist Klimaberater bei Ecoteam NRW und arbeitet mit der Stadt Moers und den beteiligten Schulen und Kindertagesstätten zusammen an dieser Sensibilisierung. Inzwischen nehmen alle städtischen Moerser Einrichtungen an dem in Hamburg entwickelten Projekt teil - einzigartig in Nordrhein-Westfalen. "Wir möchten, dass die Kinder das Thema nicht nur erklärt bekommen, sie sollen sich in eigenen Versuchen interaktiv mit den Fragestellungen auseinandersetzen. So bleibt der Inhalt auch nach Jahren noch im Kopf", erklärt der Klimaberater. "Wir möchten auch, dass die Kinder als eine Art Mediator und Multiplikator fungieren. Sie sollen das Erlernte zu Hause anwenden und ihre Mitmenschen miterziehen. Wenn das Bewusstsein schon jetzt geschult wird, werden die Schüler es auch später sehr viel einfacher haben, wenn es in die erste eigene Wohnung geht. Das klimabewusste Handeln ist dann ein ganz natürliches", fügt der Moerser Klimaschutzmanager Giovanni Rumolo hinzu.

Dass die Grundschüler das Thema sehr ernst nehmen, ist mehr als deutlich geworden. Der Schule war es ein besonderes Anliegen, nicht nur die Schüler, Lehrer und den Hausmeister, sondern auch die Eltern ins Bott zu holen. In einem Schreiben zu Anfang der Woche wurden zehn "Sachen, die jeder machen kann" mit der Bitte um Beachtung ausgeteilt. Darunter der Vorschlag, statt mit dem Auto zu Fuß zur Schule und wieder nach Hause zu gehen. "Ich denke wir sind nicht die einzige Schule, die jeden Tag Probleme mit der Blechkolonne auf der Straße vor dem Gebäude hat, die vor Schulbeginn und nach Unterrichtsende anrollt und eine Menge Chaos und CO2 mit sich bringt. In dieser Woche ist uns aufgefallen, dass wir dieses Chaos etwas minimieren konnten. Die Schüler bestanden sogar teilweise darauf, zu Fuß zu gehen", berichtet die Schuldirektorin. "Und auch in anderen Lebenslagen sind die Kinder richtig streng mit ihren Eltern, wenn es um Umweltfragen geht." Am Ende der Woche wurde eine durchsichtige Säule mit Plastikbällen gefüllt. Jeder Ball stand für eine umgesetzte gute Umwelttat. "Selbst um den Mülldienst auf dem Schulhof haben sich die Kinder gestritten", sagt Manuela Gualano lachend, aber auch mit Stolz in der Stimme. LAURA CONRATH

Quelle: RP
 
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